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Katholische Initiative „Deutschland betet“: Mit dem Rosenkranz für das Ende der gesellschaftlichen Spaltung!

(Michael van Laack) Am heutigen 8. Dezember, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens und in Zukunft an jedem Mittwoch ruft die katholische Initiative „Deutschland betet“ zum öffentlichen Rosenkranzgebet in Kirchen und auf Plätzen. Für nicht wenige angeblich besorgte Beobachter (zumeist sich selbst als liberal bezeichnenden Zeitgenossen) besteht die Initiative aus „rechten Christen“, die unter dem Deckmantel des Katholischen Querdenker-Gedankengut verbreiten und zum Ungehorsam gegen staatliche Verordnungen aufrufen wollen.

Manch einer wiederum aus dem Milieu eben dieser „Querdenker“ oder andere sogenannte Impfgegner versuchen tatsächlich, sich dort unterzuhaken, indem sie die eigentliche Intention – das Rosenkranzgebet zur Beseitigung der Spaltung der Gesellschaft – in ein „Gebet gegen die Corona-Diktatur“ umwidmen und entsprechend politisch besetzen wollen. Dabei ist die Botschaft der Initiatoren klar und deutlich in dem niedergelegt, was ihr Sprecher Manfred Benkert in allen großen Netzwerken in diesen Tagen verbreitet:

Lassen wir keinen Raum für noch mehr Spaltung unserer Gesellschaft!

„Wir wollen nicht zu Demonstrationen aufrufen! Wir wollen zum Gebet aufrufen und zwar stellvertretend, fürbittend, wiedergutmachend und den Himmel bestürmen. Wie vieles im geistlichen Leben fängt alles zuerst bei uns selber an. Seien wir selbst versöhnte Menschen und beten wir um Buße und Umkehr für uns aber auch für alle Menschen.

Seien wir Lichter in der Welt, die gerade so dunkel ist. Legen wir ein öffentliches Zeugnis ab für unseren Glauben – Jede und Jeder an dem Ort und in der Stadt, an dem Platz wo Gott sie oder ihn hingestellt hat und zwar friedlich und der Einheit und der Liebe dienend. Es kommt auf jede und jeden einzelnen von uns an. Wir sind alle gerufen als Kinder Gottes und als Menschen guten Willens. Lassen wir keinen Raum für noch mehr Spaltung unserer Gesellschaft!

Vergelt´s Gott für Eure Geduld und Eure Bereitschaft, für unser Land und alle Menschen, die hier leben im Gebet einzustehen! Möge es keine Stadt und kein Dorf in unserem Land geben, wo nicht der Rosenkranz öffentlich gebetet wird. Mögen unsere Gebete wie Weihrauch zum Himmel emporsteigen. Überziehen wir unser Land mit unserem Rosenkranzgebet.“

Möge es keine Stadt und kein Dorf in unserem Land geben…

Die ursprünglich in Österreich gegründete Initative hat ihren Weg nach Deutschland und im geringen Umfang auch in andere Nachbarstaaten gefunden. Zahlreiche Gebetsorte für die heutigen Veranstaltungen sind in dieser Karte verzeichnet. Die Initiative ist auch auf Telegram erreichbar.

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Polizist: Ungeimpfte sind indirekte Mörder und zudem keine Menschen mehr!

(Michael van Laack) Coronafaschismus ist ein Begriff, den ich ungern benutze, da er bedauerlicherweise auch oft zweckentfremdet Verwendung findet. Hier aber trifft er vollkommen zu. Wer derartig verbal entgleist, steht nicht mehr auf dem Fundament des Grundgesetzes und vertritt ein Menschenbild, dass wir längst überwunden glaubten.

Das nachfolgend eingebettete Video vom gestrigen Abend in Pirna macht mir regelrecht Angst, denn offenbar gibt es unter den deutschen Beamten einige (vielleicht sogar viele), die aus Montgomerys „Pandemie der Ungeimpften“ und den Volksschädlings-Postings von Linkstwitter den Schluss gezogen haben, dass die Nationalsozialisten nicht ganz im Unrecht waren, als sie davon sprachen, dass es Untermenschen gibt.

Meiner Ansicht nach muss dieser Beamte umgehend aus dem Dienst entfernt werden, denn wer eine solche Haltung vertritt, würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur einem Schießbefehl blind folgen, sondern auch ohne Schießbefehl in einer Lage, die er als Bedrohung seiner selbst durch ungeimpfte indirekte Mörder und Nichtmenschen betrachtet, unverhältnismäßige Gewalt einsetzen.

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Und täglich grüßt das Mutantentier: Lauterbach wird Gesundheitsminister!

(Michael van Laack) Gestern bei Anne Will hatte man nicht den Eindruck, dass Karl Lauterbach davon überzeugt sei, als Nachfolger des überaus „erfolgreichen“ Jens Spahn neuer oberster Virenbekämpfer zu werden. Doch nun erreicht uns alle schon vor Weihnachten eine frohe Botschaft: Heute ist uns ein Gesundheitsminister geboren. Freuet Euch und frohlocket! Jauchzt, ihr Corona-Engel! Betet an, ihr Impf-Hirten und Covid-Könige!

Ab jetzt werden wir Lauterbachs neueste Erkenntnisse über diverse weltweite Covid-Studien nicht mehr nur dreimal täglich in seinen Tweets sondern in Form eines fortlaufenden News-Tickers und diesen zusammenfassene Presserklärungen des Gesundheitsministeriums lesen dürfen.

Schon bald wird alles gut…

Vielleicht könnte man – um die Reichweite zu erhöhen – in Zukunft statt Werbung vor der 20.00 Uhr-Tagesschau die Sendung „Fünf Minuten Angst mit Karl“ ins Programm aufnehmen. Natürlich nur für einen kurzen Zeitraum. So lange, bis auch die letzte Mutante erkannt hat, dass es keinen Sinn mehr macht, sich gegen die Impfstoffe zu stellen. Kann ja nicht lange dauern. Bei der Grippe ging das ja auch sehr zügig! Oh… Wait…

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Corona: Es ist besser, statt Rezos oder Neverforgetnikis Wissen „Keine Ahnung“ zu haben.

(Michael van Laack) Wer macht den wichtigeren Job? Multiplikatoren, die eine Botschaft oder vermeintliche Tatsache unkommentiert weitergeben, um sicherzustellen, dass eine bestimmte Sichtweise möglichst vielen bekannt wird? Oder doch eher Influencer, die nicht einfach nur Meinung Dritter abbilden in der Hoffnung, dass sie bei möglichst vielen hängen bleibt, sondern davon überzeugen wollen, ihr Betrachtungswinkel zu einer bestimmten Frage sei der einzig Richtige.

Das mag ich nicht entscheiden. Was ich weiß: Beide – Multiplikatoren und Influencer – tragen eine große Verantwortung auf ihren Schultern. Denn was sie teilen, schreiben oder sagen, hat immer Wirkung auf eine große Zahl von Menschen. Überall dort, wo Multiplikatoren und Influencer (ob sie die jeweilige Botschaft tatsächlich selbst mittragen oder dies nur für Geld tun) ihre Meinung und ihre „Fakten“ präsentieren, entsteht Polarisierung. Polarisierung aber ist immer der wichtigste Baustein, letztlich sogar die Grundveraussetzung für das Entstehen von Spaltung.

Meinungsbildung in Krisenzeiten: Ein zweischneidiges Schwert

In Krisenzeiten ist es deshalb wichtiger als im normalen politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Chaos, dass sich vor allem die Influencer dieser Verantwortung bewusst sind. Selbstverständlich hat jeder Mensch seine eigene Sicht auf die mehr oder weniger wichtigen Fragen, die das Gemeinwesen betreffen. Und ebenso selbstverständlich hat auch jede Partei ein großes Interesse daran, dass die von ihrer vertretenen Politik von möglichst vielen Menschen angenommen wird.

Deshalb kann man von Influencern und Bloggern, die entweder direkt oder indirekt (Zuwendungen, Spenden) von Parteien oder gar staatlichen Institutionen bzw. bestimmten Blasen und Echokammern abhängig sind – die also ihr Brot damit verdienen – nicht erwarten, dass sie ausgewogen berichten. Erwarten kann man nur, dass sie den Anschein erwecken, dies zu tun, was den monetär erfolgreichen Influencern auf YouTube und anderen Plattformen in der Regel auch gut gelingt.

Die leisen Stimmen sind oftmals die klügeren

Darum sind in Zeiten, in denen viele blind fliegen auf der Suche nach Landebahnzeichen, jene Leute ganz besonders wichtig, die auf ihren Kanälen zu bestimmten Themen verschiedene Betrachtungsweisen nahezu wertfrei gegenüberstellen, manchmal auch nur den Erklärbär geben. Menschen jeden Alters, die nicht behaupten, sie allein hätten die Weisheit und Wahrheit ganz auf ihrer Seite. Leute, die ihre Mitmenschen tatsächlich noch ermutigen, selbstständig zu denken und zu einem eigenen Ergebnis zu kommen, statt auf Kommando alle Code-Einleitungen wie „Macht Euch mal klar… “ oder „Wir wissen doch alle…“ nachfolgenden Informationen eins zu eins gewissermaßen als Evangelium zu verinnerlichen.

Und so erfreue ich mich immer wieder an den im Zwei-Wochen-Rhythmus erscheinenden Videos eines jungen Mannes auf seinem Kanal „Kein Ahnung“. Selbstverständlich hat auch er zu den meisten Themen, die er behandelt, eine eigene Meinung. Diese Meinung scheint auch ab und zu durch. Alles andere wäre auch verstörend. Aber bei allem ist er unaufdringlich, nicht reißerisch, nicht prophetisch, nicht wie ein Professor von seinem Katheter herab belehrend; und vor allem argumentiert er nicht diskreditierend oder Unmut verstärkend.

„Keine Ahnung“ ist besser als zuviel „Gewissheit“

Besonders gut hat mir sein neuestes Video zum Thema Impfpflicht gefallen. Deshalb muss es Ihnen, liebe Leser selbstverständlich noch lange nicht gefallen. Schauen Sie es sich einfach an und bilden sich dann ihre eigene Meinung, denn die Meinung anderer machen sich in diesen Zeiten schon viel zu viele zu eigen. „Die da oben oder meine großen Vorbilder auf YouTube werden schon wissen, was zu denken das Beste ist.“ Wer diese Haltung einnimmt, ist eigentlich schon tot. Ganz ohne Herzstillstand.

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KZ-Überlebender Nick Hope: Der Machtgeist Hitlers kehrt nach Österreich zurück!

 

(Michael van Laack) Nazi-Vergleiche verbieten sich, heißt es immer wieder besonders aus den Milieus, in denen sich die Aufrechten und Anständigen tummeln, die „unsere Demokratie“ verteidigen, wenn in den verbalen Gefechten zwischen Gepimpten und Ungeimpften mehr oder weniger schräge historische Bezüge die Runde machen. Wie aber sieht es mit einem KZ-Überlebenden aus? Darf der das? Oder verbietet sich einer Person wie ihm in besonderem Maß, die „Einmaligkeit“ von vielem zu entwerten, was während der Non-Vogelschiss-Periode geschah? 

In Deutschland erleben wir in dieser Frage allerdings immer zweierlei Maß. Während bestimmte Vergleiche (wie z. B. jener zwischen Höcke und Goebbels oder die Bezeichnung der AfD als „zutiefst nationalsozialistische Partei“ regelmäßig virtuellen Beifall auf offener Szene gerieren und auch im Bundestag von dessen Präsidium kaum gerügt werden, geht der Vergleich des Infektionsschutzgesetzes mit dem „Ermächtigungsgesetz“ selbstverständlich gar nicht.

Auch der Hinweis „Ungeimpfte unerwünscht“ vor manchen Ladenlokalen mit Schildern an Ladentüren des 3. Reichs (wenn auch nur der Form nach) in einen Zusammenhang zu stellen, wird als absolutes No-Go empört zurückgewiesen.

Ehemaliger Dachauer KZ-Häftling warnt vor der Rückkehr dunkler Geister

Der 97-jährige Nick Hope, der bei seiner Geburt in der Ukraine Nikolai Choprenko hieß, wurde 1942 als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt und zur Munitionsproduktion in einer Münchener Fabrik eingesetzt. Für eine Explosion in diesem Werk machte man ihn mitverantwortlich, weswegen er in das KZ Dachau überstell wurde, in dessen Außenlager Allach er erneut unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit im dortigen BMW leisten musste. Als die Nazis 1945 das Außenlager räumen, schicken sie tausende Häftlinge auf einen Todesmarsch. Beim Eintreffen der Alliierten und der Beendigung dieses Marsches wieg Nick Hope noch knapp 40 kg.

In den vergangenen Jahrzehnten war Hope ein begehrter Gesprächspartner der KZ-Gedenkstätte Dachau und anderer Institutionen, die das Gedächtnis des Holocaust und der Verfolgung anderer Gruppen im 3. Reich aufrechterhalten.

Ist Hitlers Machtverständnis zurück?

Vor einigen Tagen nun hat sich der 97-jährige mit einer Kurzbotschaft an die Öffentlichkeit gewandt, in der er vor einer Rückkehr des Hitlerschen Machtverständnis in Österreich warnt und sich auch besorgt über die Zukunft seiner Wahlheimat USA geäußert. In linken Twitterblasen in den USA herrscht riesige Empörung, im deutschsprachigen Raum ist seine Botschaft weitgehend unkommentiert geblieben.

Aus meiner Sicht verdient diese Botschaft allerdings weitere Verbreitung, besonders mit Blick auf das, was sich aktuell im österreichischen Machtgefüge nach dem Rücktritt von Kurz als Kanzler und vor allem nach seinem vollständigen Rückzug aus der Politik tut.

Zweifellos werden manche nun behaupten, dieser arme alte Mann sei wohl von bösen rechten Christen (denn er fordert ja am Ende auch zum Gebet auf), instrumentalisiert worden. Dies dürften vor allem jene aus dem politischen Betrieb machen, denen Instrumentalisierung zur zweiten Natur geworden ist und die deshalb in anderen all das Schlechte vermuten, das sie selbst erfüllt.

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„Wollt Ihr 2G, 3G, Impfpflicht?“ „Nein!“ „Wollt Ihr Darwin?“ „Nein!“ „Was wollt Ihr denn?“ „…“

(Michael van Laack) Die Debatte über die gestrige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die von einigen Bundesländern geforderten verschärften Corona-Restriktionen und die Ankündigung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz, als Abgeordneter im Bundestag in einer Abstimmung ohne Fraktionszwang für die allgemeine Impfpflicht votieren zu wollen, überlagert – wie vieles andere in den vergangenen Wochen und Monaten – die eigentliche Schlüsselfrage: Impfpflicht oder Darwin?

Denn nur diese zwei Optionen können die Spaltung der deutschen und zahlreicher anderer Gesellschaften wenn auch nicht vollständig heilen, aber doch in ihrem Verlauf abmildern. Mit Verordnungen wie 2G, 3G, Ausgangssperren, Lockdowns, Schulschließungen usw., die – wenn überhaupt nur temporär – für sinkende Werte und „Entspannung“ sorgen, ist eine Befriedung nicht zu erreichen, kann der Spalt in der Gesellschaft auch nicht um einen Millimeter geschlossen werden. Solche Verordnungen zementieren lediglich das Modell Zwei-Klassen-Gesellschaft, die aus Geimpften und Ungeimpften besteht.

Alles zwischen Impfpflicht und Darwin tötet die Freiheit

Einer Gesellschaft, in der sich die beiden Gruppen immer unversöhnlicher gegenüber stehen, weil auf der einen Seite der Staat und fast alle Medien die Geimpften auf den Solidaritäts-Schild heben und die Ungeimpften verdammen; und sich auf der anderen Seite die Ungeimpften aufgrund dieser Kategorisierung immer stärker miteinander solidarisieren, mit den gleichen „Waffen“ (dem Nationalsozialismus entliehenen Sprachbildern) einem Schuld- und/oder Opferkult huldigen und jeden Geimpften als einen potenziellen Gegner der Freiheit und diverser Individualrechte verstehen.

Um diese Lage zu befrieden, gibt es nur zwei Optionen: Wie bisher z. B. bei Grippe für die regelmäßige Impfung zu werben, aber die Entscheidung in der Hand des Einzelnen belassen (Darwin), oder aber – dann allerdings wegen der bisher nur geringen Schutzmauer und zahlreicher Mutationen – auf einen noch nicht absehbaren Zeitraum eine allgemeine  Impfpflicht einzuführen.

Ich spreche im Fall des Szenarios ohne Impfpflicht von Darwin, weil ein angebotener nicht angenommener Impfschutz ganz gleich zu welcher Virusinfektion (oder auch bakterieller Infektionen wie Tetanus) das Risiko einer schweren Erkrankung mit Langzeitschäden oder gar den biologischen Tod grundsätzlich erhöht. Darwin bedeutet für mich das Vertrauen darauf, zu den Starken zu gehören und deshalb – ganz gleich wie jung oder alt – keiner chemischen oder sonstigen Keule zu bedürfen.

Wer Darwin nicht will, kann nur Impfpflicht wählen

Wenn eine Regierung – ganz gleich, ob die deutsche oder eine andere – allerdings zu der Überzeugung gelangt, das Modell Darwin würde über einen mittleren Zeitraum betrachtet zu massiven Verlusten führen (sei es durch Tod oder deutlich verminderte Leistungsfähigkeit eines großen Teils der Bevölkerung), wird sie diesem Modell nicht zustimmen wollen.

In diesem Fall ist die Impfpflicht aus Sicht dieser Regierung die einzige erfolgversprechende Alternative, will sie nicht, wie oben beschrieben, über viele Jahre mit Verordnungen eine in Geimpfte und Ungeimpfte gespaltene Gesellschaft „verwalten“. Allerdings ist die Güterabwägung sehr schwierig. Sichergestellt sein muss, dass eine Impfpflicht tatsächlich zum Erfolg führt, die „Bedrohung“ also tatsächlich auf absehbare Zeit beseitigen kann.

Impfpflicht nur durchsetzbar, wenn sie zeitlich eng begrenzt bleibt

Und schon sind wir beim eigentlichen Dilemma: es gibt keinen Wirkstoff, der für einen längeren Zeitraum immunisiert. Fünf bis acht Monate sind viel zu kurze Fristen, um eine Impfpflicht sowohl organisatorisch bewältigen als auch überprüfbar durchsetzen zu können. Auch vielen, die sich mittlerweile zwei- oder gar dreimal haben impfen lassen, wird es auf Dauer nicht vermittelbar sein, dass sie nach Ablauf weniger Monate wieder in den Status „ungeimpft“ zurückfallen oder gar dazu verpflichtet werden, sich mit immer neuen Impfstoffen behandeln zu lassen, weil Mutationen die Wirksamkeit der bisherigen Präparate vollständig unterlaufen.

Alternativ könnte eine Impfplicht nur für vulnerable Gruppen in Betracht gezogen werden (war übrigens für Grippe zu Beginn der 90er des letzten Jahrhunderts schon mal so angedacht). Ansonsten bleibt nur Darwin. Einfach mal schauen, wer am Ende der jeweiligen Grippe- und Coronasaison noch lebt.  Was mich betrifft, würde ich eine Impfpflicht bejahen, wenn eine realistische Perspektive vorhanden wär – ein nur wenige Jahre währender Zeitkorridor – an dessen Ende die Ausrottung von Corona stünde.

Doch wir wissen alle: COVID-Virenstämme mutieren permanent. Eine „ewige“ Impfplicht ist allerdings off the world. Dann lieber jeden, der möchte, auf Darwin vertrauen lassen und freiwillige Impfung für jene, die aus unterschiedlichen Gründen dieses Vertrauen geunsätzlich nicht besitzen oder wegen eines Gebrechens nicht haben dürfen.

Geht es wirklich um Lebensschutz?

Wie auch immer: Unsere Regierung wird sich „im Namen aller aufrechten und anständigen Bürger“ gegen Darwin entscheiden mit dem Argument, es gehe darum, Leben zu schützen. Die gleiche Regierung übrigens, die für die Tötung Ungeborener werben und jeden Bürger frei darüber entscheiden lassen möchte, ob und wann er durch Selbsttötung aus dem Leben scheidet und darüber hinaus gern neben Alkohol und Nikotin mit Cannabis eine weitere Droge hoffähig machen will.

Die Zahl der Widersprüche ist groß, die Zahl der effektiven Wege, um auf Dauer die Spaltung der Gesellschaft mehr oder weniger zu heilen, gering. Eine Impfpflicht würde zweifellos in den ersten Wochen und Monaten die Spannungen verschärfen, dann aber erst einmal abklingen. denn am Ende ist sich immer jeder selbst der Nächste bzw. wird sich dem monetären oder sonstigen Druck, der bei Impfverweigerung aufgebaut wird, beugen. Die Frage ist nur: Wie lange? Bei Pocken oder Masern gab es auch erst Getöse, das aber schnell verhallte, weil Impfungen nachhaltig waren und/oder Virenerkrankungen komplett ausstarben. Das wird bei Corona nicht der Fall sein.

Der Staat wird also nach einer Abebbungsphase des Widerstands mit seinem zyklischen Wiederaufflammen rechnen müssen. Aber noch einmal: Wollen die Regierenden das Land nicht dauerhaft im Krisenmodus mit notstandverordnungsähnlichen Gesetzen und Vorschriften halten, haben sie keine andere Wahl. Impfpflicht oder Darwin. Sobald sie gewählt haben, gibt es kein Zurück mehr. Dann muss die Devise lauten: Augen zu und durch! So oder so!

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EU-Kommission: Aus Vielfaltsgründen den Begriff „Weihnachten“ streichen!

(Michael van Laack) Die deutsche Tageszeitung „Welt“ versteht die Empörung des Vatikans und selbstverständlich vor allem der konservativen (rechten) Christen nicht, den ein gestern in den Fokus geratener interner Leitfaden für Mitarbeiter des Brüsseler und Straßburger Verwaltungsmolochs ausgelöst habe. Denn er bilde nur die Realität in den Mitgliedsländern der EU ab.

Selbstverständlich sind auch für die „Welt“ seit Jahrzehnten alle Bürger Nazis, die auf der einen Seite vor einer Islamisierung Europas warnen und auf der anderen den internen Zustand der großen Kirchen als zunehmend säkularisiert und von linker Politik durchsetzt beschreiben. Allerdings nur, solange es nicht notwendig ist, wachsende nadelstichartige Angriffe gegen das Christentum und seine Werte zu verteidigen. Denn immer dann wird auf die zahlenmäßige Abnahme des Christentums und die wachsende religiöse Vielfalt verwiesen. So auch in dieser Causa.

Der Begriff „Weihnachten“ hat Diskriminierungspotenzial

Was war geschehen und was veranlasste gestern am späten Abend die „Welt“-Redaktion, ihren der mehrheitlich der Freiheit und konservativen Positionen die EU-verteidigende Meinung von Tobias Kaiser (Börsen- und Wirtschaftsexperte) und Lucas Wiegelmann (ein durch das Stipendium der katholischen Journalistenschule groß gewordener Germanist, Historiker und Musikwissenschaftler) zu präsentieren?

In einem „Leitfaden für inklusive Kommunikation“ wird den EU-Mitarbeitern empfohlen, den Begriff „Weihnachten“ und anderer christlicher Feste in ihrer Korrespondenz und öffentlichen Statements zu vermeiden, da sich bei der Lektüre solcher Texte Angehörige anderer Religionen oder Atheisten diskriminiert oder sonst wie verletzt fühlen könnten. So solle statt Weihnachtstage nur noch von Feiertagen gesprochen werden. Denn nicht jeder in Europa lebende Mensch feiere Weihnachten und wolle daran erinnert werden, dass es das Christentum gibt.

Deshalb sei es – so die Kommissionsempfehlung weiter, auch dringend erforderlich, christliche Vornamen in Zukunft nicht mehr positiv zu besetzen. „Maria und Josef sind ein internationales Paar“ gehe gar nicht. Die Verwendung christlicher Vornamen bringe religiöse Minderheiten in Bedrängnis, würde ihnen zumindest das Gefühl des ausgeschlossen seins geben. Als Beispiel für den Ersatz christlicher Vornamen mit Symbolcharakter liefert das Papier „Malika und Julio“.

„Welt“ versteht die Empörung des Vatikans und EU-„Einknicken“ nicht

Kaum war das Papier öffentlich bekannt geworden, hagelte es Protestnoten aus aller Welt. Auch der Vatikan ließ die EU-Kommission wissen, dass er diesen Vorgang ungeheuerlich fände. Daraufhin versprach die EU gestern Abend eine Überarbeitung. Darüber entsetzte sich in Deutschlands Medienlandschaft die angeblich noch immer für konservative Leser relevante „Welt“.

Unter der Überschrift: „Brüssel wollte Mitarbeitern vom Wort Weihnachten abraten – na und?“ klären die Autoren darüber auf, dass die EU zum einen zur vollkommenen Neutralität verpflichtet sei und dies auch in inklusiver statt exklusiv christlicher Sprache zum Ausdruck bringen müsse, zum anderen bilde die Empfehlung doch die Realitäten in der EU ab. Das Christentum sei auf dem Rückzug, der Glaube verdunste, wofür ganz allein die Kirchen verantwortlich seien.

In der Vielfalts-EU hat das Christentum sich zu inkludieren

Jene Kirchen, die übrigens auch von der „Welt“-Redaktion ansonsten stets ermutigt, ihre Lehre möglichst komplett aufzugeben, bloß nicht auf die bösen Forderungen Benedikts XVI. nach Entweltlichung zu hören, sich ganz in den Dienst des Staates auf politischen Feldern wie Klimawandel, Gender und Migration zu stellen, sich letztlich also überflüssig zu machen.

Zudem, so heißt es in dem wie üblich als „Meinung“ kaschierten Artikel, bilde die Inklusionsforderung auch in anderer Hinsicht gesellschaftliche Realitäten ab. Die EU sei vielfältiger (immer ein Codewort für afrikanischer und muslimischer) geworden. Diese Bürger würden sich nicht angesprochen fühlen, wenn man ihnen „Frohe Weihnachten“ wünsche. Denn auch wenn sie die bezahlten gesetzlichen Feiertage selbstverständlich genießen, dürfe man sie nicht daran erinnern, welcher Religion sie das zu verdanken haben.

Was mich betrifft, so schwanke ich gerade, was ich verheerender finden soll: den Leitfaden der EU oder die „Meinung“ in der „Welt“.

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Zur Impfdebatte: „Freiheit gibt es nicht umsonst!“

(Michael van Laack) Der Autor des nachfolgend dokumentierten sechsteiligen Tweets wird auf LoveleyBooks so beschrieben: „Dr. Philipp S. Holstein hat mal Arzt gelernt und dann ziemlich lange in Praxen und Kliniken gearbeitet. Zusätzlich genoss er einige psychotherapeutische Ausbildungen und promovierte über Angst und Depression. Seit seinem Ausstieg aus der versorgenden Medizin ist er als Strategieberater erfolgreich. Philipp S. Holstein lebt glücklich verheiratet und mit seinem vollumfänglich geimpften Sohn in Berlin.“

Darüber hinaus hat er vor sieben Jahren ein wirklich kluges Buch (Ich habe es gelesen) mit dem manche verwirrenden Titel „Glücklich werden ohne Ratgeber – ein Ratgeber“ und dem Untertitel „Suchen Sie keine Antworten – suchen Sie die richtigen Fragen!“ verfasst.

Freiheit, Freiheit über alles, über alles in der Welt?

Nachfolgend dokumentiere ich im Wortlaut den Tweet vom gestrigen Freitag in der Hoffnung, dass der ein oder andere Leser, der wie auch ich stets für die Freiheit kämpft (ohne deshalb gleich ein Freiheitskämpfer in der eigentlichen Wortbedeutung zu sein), nach der Lektüre einen etwas differenzierteren Blick auf die Debatte zu werfen vermag, denn…

Dr. Holsteins Debattenbeitrag zum Freiheitsthema:

1. Das Verhalten gewisser Gruppen in der Pandemie wird den Begriff Freiheit stark beschädigen. Diejenigen, die diesen Begriff gerade besetzen, meinen eine individuelle, narzisstische „Freiheit“, die im Wesentlichen beinhaltet, frei von Verantwortung und Empathie zu sein.

2. Es ist die „Freiheit“ sich freizumachen von gesellschaftlichem Zusammenhalt und Gemeinsamkeit, die bedingen würden, Kleeblatt-Lösungen und Infektionen zu verhindern, um Teilhabe für alle zu ermöglichen.

3. „Freiheit“ wird umdefiniert, als die Freiheit, auch kleinste Einschränkungen zum Wohle anderer – ggf. Schwächerer – ablehnen zu dürfen und im Pseudofreiheitskampf sogar ablehnen zu müssen.

4. Das hat die Freiheit, die unsere Gesellschaft und unser Land prägen sollte, nicht verdient. Unsere Freiheit bedeutet, ab jetzt gemeinsam dafür zu sorgen, dass auch Alte und Vorerkrankte, Kinder und Familien Möglichkeiten zur Teilhabe haben. Trotz Pandemie.

5. Es bedeutet, sein eigenes Risikoverhalten nicht auf Kosten des medizinischen Personals, der schwer Erkrankten und Toten sowie der Alten, Vorerkrankten und Schattenfamilien auszuleben und das „Freiheit“ zu nennen.

6. Freiheit gibt es nicht umsonst.

ENDE

Wie immer, wenn ich fremde Texte gebe, mache ich mir ihren Inhalt nicht zwangsläufig und auch nur selten in Gänze zu Eigen, verzichte aber grundsätzlich auf eine Wertung, weil ich dem Leser keine Betrachtungsrichtung vorgeben möchte. Denn das wäre der Versuch, seine Denkfreiheit – das unvoreingenommene Bilden eigener Konklusionen – einzuhegen, zu kanalisieren und deshalb ein ganz klein wenig freiheitsfeindlich.

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Der Gründer von „Wissen bloggt“ ist tot – Möge die Erde leicht über ihm sein!

 

(Michael van Laack) In den vergangenen Monaten habe ich manchen Freund verloren. Solche, die ich regelmäßig gesehen habe und solche, die ich nur aus sozialen Netzwerken kannte, mit denen aber über viele Jahre ein freundschaftliches Band gewachsen ist. Manche Freunde verlor ich durch den Tod, andere durch Streit. Hauptsächlich wegen meiner Haltung in der Corona-Frage. Keinen, den ich durch den Tod verloren habe, werde ich allerdings so sehr vermissen wie Frank Berghaus.

Frank und ich hatten in politischen, vor allem aber in religiösen Fragen kaum Gemeinsamkeiten. Er ein Humanist (Atheist), ich ein konservativer Katholik. Dennoch haben wir auf Facebook und manchem Blog viele Jahre offen und sachlich miteinander diskutiert, bis sich daraus – fast unmerklich zunächst – eine virtuelle Freundschaft entwickelte, die sich so sehr verfestigte, dass Frank mir im August dieses Jahrs spontan anbot, sofort seinen über zehn Jahre betriebenen Blog „Wissen bloggt“ zu übernehmen, nachdem ich bei David Berger („Philosophia Perennis“) ausgeschieden war.

Frank hat zwischendurch immer wieder von Krankheit gesprochen, die ihn bereits in den letzten zwei Jahren gehindert habe, auf seinem Blog so aktiv zu sein, wie in den Jahren zuvor. Doch hat er nie geklagt und auch keinerlei Furcht vor dem Tod gezeigt. „Es kommt so, wie es kommen soll, doch selbstverständlich bin ich froh, wenn es noch nicht ganz bald so kommt“, schrieb er mir noch im September dieses Jahres.

Wovor er sich ein wenig fürchtete, war eine langwierige und dauerhaft sehr schmerzhafte Krankheit. „Doch für diesen Fall habe ich schon vorgesorgt.“ erklärte er mir – ganz Humanist und vielleicht auch ein wenig Stoiker – bereits zu Beginn dieses Jahres. Nun aber ist der Tod plötzlich gekommen, ohne Vorbereitung, ohne in einem Prozess des schrittweisen Loslassens Abschied nehmen zu können. Für die Familie und Freunde zweifellos sehr schmerzlich, für ihn vielleicht ein Gnadengeschenk. Doch darüber zu spekulieren verbietet sich.

Seiner Ehefrau, seiner Tochter, allen die ihn liebten und die er liebte wünsche ich viel Kraft und Mut und Zuversicht. Mögen die dunklen Stunden nicht zu lange währen, die der Verlust herbeigerufen hat.

Ich kann, auch wenn wir beide uns in diesem Leben nie real begegnet sind, aus voller Überzeugung sagen: Am Dienstag habe ich einen guten Freund und Beistand in einer schwierigen Lage (dem Abgang bei PP) verloren und möchte schließen mit einem Satz, der meine christliche Hoffnung zum Ausdruck bringt:

Lieber Frank, ich hätte Dich gern noch auf unserer trotz allem, was uns in diesen Tagen belastet, schönen Welt persönlich kennengelernt. Aber ich bin zuversichtlich, wir werden uns in der Ewigkeit treffen, auch wenn ich Dich in diesem Leben davon nicht überzeugen konnte.

Hinweisen möchte ich auch noch auf die Nachrufe von Andreas Gradert und Uwe Lehnert. Ersterer kommt zwar hinsichtlich von Franks Gesundheit (Leistungsfägigleit) zu einem anderen Schluss als ich auf der Basis dessen, was ich aus Gesprächen mit ihm heraushören konnte. Aber auch das ist ein Beweis dafür, dass der Begriff „schillernde Persönlichkeit“ auf ihn so gut zutrifft, wie auf nur wenige andere Menschen, mit denen ich mich austauschen durfte.

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Allah und der Ampel sei Dank. Polygamie heißt ab jetzt Verantwortungsgemeinschaft!

(Michael van Laack) Verantwortungsgemeinschaft nennen sie es im Koalitionsvertrag, meinen damit aber – auch wenn sie es so nicht formulieren – primär polyamore und polygame Konstellationen (Partnerschaft von drei oder mehr Personen außerhalb der Ehe, mit oder ohne religiösen Hintergrund) und die Möglichkeit, ohne Trauschein aber mit Rechtsvorteilen in vielen Bereichen zusammenleben und „füreinander“ Verantwortung zu übernehmen.

Entstehen sollen Gemeinschaften mit einer Fülle von Co-Abhängigkeiten, die dem Staat ermöglichen, in Laufe der Jahre neue Kontrollmechanismen einzuführen. So wird dieses Rechtskonstrukt in seiner höchsten juristischen Verbindlichkeitsform der vom Grundgesetz besonders geschützten Ehe und den damit verbundenen Rechten sehr nahe kommen. Den Rechten wohlgemerkt, den Pflichten nicht. Denn eine Verantwortungsgemeinschaft soll wie ein Abo jederzeit kündbar bzw. in der Zahl ihr verbundener Personen verringerbar oder erweiterbar sein.

Der finale Griff nach den Kinderbetten

Ziel dieses gelbsozialistischen Vorhabens ist die endgültige Zerstörung des verhassten Instituts der Eh,, vor allem, weil es in gefestigten Familienstrukturen nicht ganz so einfach ist, die Hoheit über die Kinderbetten zu erlangen. Wenn es gelingen würde, die Menschen zu bewegen, sich zu größeren Verantwortungsgemeinschaften gern auch in dreistelliger Höhe zusammenzutun, wären es dem Staat ein leichtes, wegen der real nichtexistierenden (weil nicht möglichen) Verantwortungsübernahme über die Phrase „Das Dorf erzieht die Kinder“ zu „Der Staat erzieht die Kinder“ zu kommen. Denn „Vater Staat“ stellt bekanntlich die größte Verantwortungsgemeinschaft dar.

„Außerhalb von Liebesbeziehungen“ ist der Versuch, über die wahre Stoßrichtung hinwegzutäuschen

Archaische Gemeinschaftsstrukturen erleichtern Kampf gegen Islamophobie

Blühende Haremslandschaften könnten so unter dem Vorwand entstehen, mal wolle den Abermillionen unter der Illegalität ihrer polyamoren Beziehungen leidenden Menschen ein Leben in Würde und freier Selbstbestimmung ermöglichen. das Gejammer kennen wir ja schon aus der „Ehe für alle“- und Transsexuellen-Debatte von den Freunden und Förderern der LGBTI-Community (kurz ÖRR und MSM genannt).

In Kombination mit dem ebenfalls von der Ampel ins Auge gefassten großzügigeren Umgang mit dem Familiennachzug könnte ein Verantwortungsgemeinschaftsnachzug dazu führen, dass Deutschland schneller bunter wird, als man „Ehe“ rufen kann.

Sie wissen nicht, was sie tun! Oder doch?

Allah der Barmherzige wird es Euch danken. Olaf Scholz, Robert Habeck, Annalena Baerboock, Christian Lindner und den vielen anderen Verhandlern ist ein Platz im Paradies gewiss, wenn sie bei Gelegenheit noch die Kirchensteuer abschaffen und dafür eine „Moscheesteuer für alle“ einführen. Begründen ließe sich diese Steuer mit der Solidarität, die sämtliche Bürger Deutschlands jenen schulden, ohne die es nie zu einer kulturellen Bereicherung und Wohlstand gekommen wäre.

Ach ja: Konvertieren zum Islam wäre schon auch noch notwendig, denn Christenhunde und atheistische Sozialisten haben im Paradies nichts verloren. – Läuft!

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Meuthen: Nur 3Gplus kann die Lage entschärfen – Testpflicht für Geimpfte und Ungeimpfte!

(Michael van Laack) Herdenimmunität lässt sich bei Corona nicht erreichen. Davon ist Jörg Meuthen überzeugt. Viele namhafte Virologen sehen das ähnlich. Deshalb müsse Schluss damit sein, Ungeimpfte zu Sündenböcken für hohe Inzidenzen zu machen.

Meuthens Vorschlag 3Gplus stellt gewissermaßen die Zusammenführung von 2Gplus und 3G  – also 3Gplus entsprechend „Geimpft, Genesen, Getestet oder Zusatztest – dar. Nur auf den ersten Blick könnten hier die Geimpften Diskriminierung rufen, denn sie sind Teil des Problems.

Die Berliner Regierungsblase und andere Entscheider in Bund und Land gaukelten den Bürgern seit geraumer Zeit vor, dass die Pandemie durch einen Piekser besiegt werde und sie fortan sorglos durch die Republik ziehen könnten, da sie für ihre Mitmenschen keine Gefahr mehr darstellen würden. Das aber sei ein Irrtum.

Herdenimmunität ist bei Covid niemals möglich

Weder zwei Drittel noch eine höhere Zahl geimpfter Bevölkerung könne die versprochene Herdenimmunität erreichen, denn das Virus mutiere permanent. Das sei auch schon im Frühjahr 2020 den Virologen klar gewesen. Augenscheinlich aber nicht den Beratern der Bundesregierung oder ihren beratungsresistenten Mitgliedern samt den Ministerpräsidenten.

Er wolle nicht falsch verstanden werden, erklärte Meuthen weiter. Die Impfung mache durchaus Sinn, vor allem für als vulnerabel identifizierte Einzelpersonen und Gruppen. Aber Corona lasse sich nicht wegimpfen. Wer das behaupte, täusche bewusst die Bevölkerung. Denn was bei Pocken und Masern möglich sei – die sterile Immunisierung – funktioniere bei Covid nicht.

2G und 3G seien daher vollkommen falsche Mittel, um die Inzidenzen langfristig nach unten zu bringen. Damit alle Bürger wieder ein halbwegs normales Leben führen könnten und es nicht dauerhaft zu einer Spaltung der Gesellschaft käme, wäre 3Gplus der sinnvollste Weg.

Nur Testpflicht für alle kann tiefere Spaltung der Gesellschaft verhindern

Jeder müsse sich testen lassen, der an den Arbeitsplatz, ins Restaurant oder ins Fußballstadion wolle. So könnten frühzeitig geimpfte Positive herausgefiltert werden, die Inzidenz nach unten gebracht und die Gefährdung vulnerabler Personen durch Geimpfte vermindert werden. Die Tests müssten selbstverständlich kostenlos sein. Wie lange diese allgemeine Testpflicht aufrechterhalten werden muss, erwähnt der AfD-Sprecher allerdings nicht. Nur so jedenfalls ließe sich ein Weihnachtslockdown, den die Regierung diesmal gewiss nicht so nennen würde, verhindern.

Ob Meuthen die tiefe Impfquote bedauert, ob er sich eine höhere Impfbereitschaft gewünscht hätte und ob er eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen für sinnvoll erachte… Auch dazu erklärt er sich ebenfalls nicht. Muss er aber auch gar nicht. Denn die Bundesregierung wird 3Gplus niemals zustimmen, weil dieses sinnvolle Konzept die schon seit geraumer Zeit strategisch vorbereitete Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ins Wanken bringen könnte.

Weihnachten dürfte dennoch nicht mehr zu retten sein

Darüber hinaus ist die Frage der Umsetzung zu klären: Wenn wir jeden testen lassen, der in irgendeiner Form am öffentlichen Leben teilnimmt, brauchen wir ein einheitliches sicheres Kontrollverfahren, um z. B. Restaurantbetreiber oder Fußballvereine zu entlasten. Also fälschungssichere Testergebnisse, vielleicht sogar Testausweise im Sinn von Impfausweisen.

Und wir bräuchten ein gut organisiertes Testbestell- und Verteilungswesen. Vergessen wir nicht: Jens Spahn ist wohl noch zwei Wochen unser Gesundheitsminister. Weihnachten werden wir wohl nicht mehr retten können. Aber vielleicht Karneval oder zumindest Ostern. Vorausgesetzt, die Ampel würde sich auf dieses Konzept einlassen. Aber das kommt ja von einem AfD-Mann und könnte deshalb so gut sein, wie es wollte. „Demokratische Parteien“ dürfen das auf gar keinen Fall umsetzen, wenn sie nicht von Georg Restle und seinem Linkstwitter-Geschwader als Nazis identifiziert werden wollen.

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Das große Versagen – Kirche in Zeiten der Pandemie

Korrektur und Selbstreinigung fordert Patrick Zäuner* in diesem Artikel** von seiner Kirche, die sich in der Corona-Ära zu wenig um die durch die Pandemie materiell arm gewordenen kümmert noch in ausreichendem Maß Trost und Zuspruch spendet; die in Teilen Sakramente vom Impfstatus abhängig machen will und offensichtliche politische Fehlentwicklungen nicht als solche zu benennen und beschreiben wagt. Eine Kirche, die sich teilweise sogar von den Ungeimpften abwendet, als seien sie Ungläubige und schlimmer als die Aussätzigen, die sich Jesus Christus nicht zu berühren scheute.

Die Verfassung der Kirche erodiert

Die katholische Kirche existiert als Organisation seit etwa 2000 Jahren und dürfte somit die älteste, vermutlich überhaupt die am längsten kontinuierlich existierende Institution der Menschheitsgeschichte sein. Sieht man von der internen Glaubenswahrheit ab, wonach die Kirche göttlichen Ursprungs, also durch den Geist Gottes getragen sei, bleibt zur Erklärung dieses Phänomens vor allem der Hinweis auf Mechanismen der Korrektur und Selbstreinigung bestehen.

Immer wieder hat sich das äußere Machtgefüge (die Ämterhierarchie) korrumpieren lassen. Menschen sind anfällig für Verlockungen und natürlich ist auch der Klerus davon nicht ausgenommen – im Gegenteil. Kompensierend besaß die Botschaft der Heiligen Schrift als innere Verfassung der Kirche stets für alle Generationen die Kraft, verkrustete Strukturen aufzubrechen und Fehlentwicklungen auslaufen zu lassen. Letztlich ist menschliches Machtstreben schon aufgrund der Sterblichkeit von begrenzter Dauer und ein etwaiges Erbe fiel in der Regel eh wieder in den Schoß der Kirche zurück.

Korrektur und Einheit

Es entstanden regelmäßig geistige Erneuerungsbewegungen. Noch vor der Reformation begann die später so genannte Gegenreformation. Auch ein aus dem Volksglauben über Generationen in die Kirche hineingewachsener Hexenkult ließ sich nicht dauerhaft mit der Botschaft Christi von der Erlösung des Menschen vereinigen, sodass Ordensleute wie Friedrich Spee dem Unwesen von innen heraus ein Ende bereiten konnten. Immer wieder waren es Bewegungen der Volksfrömmigkeit oder Orden, die positiv auf Verhärtungen der Machtstrukturen einwirkten.

Andererseits korrigierte das Kirchenrecht, die philosophisch gewachsene und über die Jahrhunderte gestählte Dogmatik gemeinsam mit einer ehrfurchtgebietenden und mächtigen Kirche Einhalt, wo im Überschwang, aus mystischer Verzückung oder durch überhobene moralische Ansprüche eine rationale Suche nach Wahrheit im emotionalen Taumel unterzugehen drohte.

Amt und Person, Sakrament und Gebet, Lehre und Mystik, Wahrheit und Liebe. Die Kirche war immer geprägt von sich korrigierenden Perspektiven, die gleich den beiden Seiten einer Medaille jeweils voneinander getrennt sind und doch zur Einheit finden. Hier zeigt sich eine Methodik, die Bestand hatte und über Belange des Einzelnen oder die Fixierung auf die aktuelle Generation sowie den eigenen Kulturraum hinausragte. So entstanden zeitlose Kunstwerke: Bilder und Skulpturen, musikalische Meisterwerke und Kathedralen, die für die Ewigkeit gebaut waren.

Form und Inhalt der aktuellen Kirche in Deutschland

Wenn das nun alles so lange gehalten hat, wenn die Kirche unzählige Modeerscheinungen, Kriege, weltanschauliche und wissenschaftliche Anfeindungen bis heute überdauert hat, wäre es dann nicht passend, von ihr im Präsens zu schreiben?

Warum die Vergangenheitsform, wenn sie doch die göttliche Zusage auf Ewigkeit in sich trägt. Ist die Kirche nicht nach wie vor in politischen Gremien aktiv, hört man nicht allerorts das regelmäßige Geläut von Kirchenglocken? Sind kirchliche Stimmen nicht auch immer wieder in den Medien zu vernehmen und gibt es nicht Millionen von Mitgliedern in Deutschland, die ihr einen nicht unbedeutenden Teil ihres Gehalts zukommen lassen?

Doch die rege Geschäftigkeit an der Oberfläche täuscht. Was medial zu vernehmen ist, hat mit dem eingangs skizzierten Bild von Kirche kaum mehr etwas zu tun, sondern gleicht eher einem Parasiten, der den Rebstock, um ein biblisches Bild zu bemühen, schon seit Längerem befallen hat. Der Rebstock selbst ist zum großen Teil abgestorben und wenn in nicht allzu ferner Zukunft der letzte Saft herausgepresst ist, sprich – wenn das Geld zu Ende geht, dann wird auch der Parasit absterben.

Wir erleben in Deutschland eine Funktionärskirche, die bis in die Bischofsämter von Atheisten und Agnostikern besetzt ist. Ihre Aktivitäten beziehen sich auf politische und wirtschaftliche Projekte, Religion ist bestenfalls noch als Folklore vorhanden und um die Fassade zu wahren. Wo sie zum Thema wird, gleitet sie entweder in reinen Ästhetizismus ab, wird als moralischer Anspruch gegen andere missbraucht oder offen bekämpft.

Wer nach der Wahrheit sucht

Wer am Glauben interessiert ist, wer sich auf der Suche nach Wahrheit, auf die Begegnung mit dem inkarnierten dreifaltigen Gott vorbereitet, der wird entweder müde belächelt, solange er sich still verhält und Steuern zahlt, sogar geduldet Doch spätestens, wenn er nach Katechese fragt, wenn er gar über Sakramente spricht und öffentlich klassische Fragen stellt, beispielsweise nach der Realpräsenz, wird er als Ärgernis wahrgenommen, belehrt und abserviert. Ein Hauch von Eschatologie erfährt er erst, wenn er andeutet, die Abgabe nicht mehr zu zahlen, also aus dem Verein der Kirchensteuerzahler auszutreten: Dann droht man ihm buchstäblich mit der ansonsten als nicht existent bezeichneten Hölle.

Es ist schmerzhaft zu sehen, wie die eingangs skizzierten Selbstheilungskräfte der Kirche versagen. Auch wenn es vereinzelte engagierte Initiativen geben mag, eine spirituelle Erneuerung ist nicht in Sicht. Der verkrustete Apparat leistet sich zwar unzählige Vereine und Gremien, doch sie vertreten entweder ihre politischen Partikularinteressen oder betreiben „Selfmarketing“ als Hauptaufgabe. Eine religiöse Funktion oder gar eine theologische Legitimation besitzen diese Institutionen in der Regel nicht.

*Vom Autor des Artikels stammt auch dieses jüngst erschienene kleine Werk, das sich mit dem Ausspielen des Menschen gegen die Natur durch die Politik beschäftigt und hier als Paperback und hier als E-Book bezogen werden kann.

Sieht man auf die großen Vorstandsversammlungen, für Laien das ZdK und für den Klerus die DBK, dann kann einem unwillkürlich der Vergleich mit dem Teufel kommen, der, wie es traditionell heißt, die Kirche in all ihrem Guten nachäfft und ins Lächerliche zieht.

Denn nach außen mag man durchaus denken, dass auch hier eine für das Gedeihen der Kirche so wichtige Korrelation aus sich ergänzenden Strukturen vorliegt – doch schon bei oberflächlicher Betrachtung stellt sich heraus, dass beide Veranstaltungen nur scheinbare Gegensätze darstellen, ja, dass sie letztlich überhaupt keine religiösen Institutionen sind. Beide befinden sich auf derselben Seite der Medaille und führen einen Feldzug gegen alles, was in der Kirche noch bis vor wenigen Jahrzehnten als heilig galt.

Für wen ist die Kirche heute noch da?

Wo ist die Kirche, die sich um die Armen kümmert, um diejenigen, die ihren Job derzeit in der Pflege verlieren, weil sie sensibel genug sind, ihren Körper als Tempel Gottes anzusehen und ihn nicht auf dem Markt der Gesundheitsreligion darbieten?

Wo ist die Kirche, die jenen, die in Not sind Zuspruch und Sakramente spendet, auch wenn sie keinen Mundschutz tragen und kein amtliches Zertifikat vorlegen können, nach dem der Umgang mit ihnen genehmigt ist?

Wo ist die Kirche, die gegen Unrecht aufsteht, die nicht zusieht, wenn der Herr der Welt ihre Schafe reißt?

Wo ist die Kirche, die vom Heil für die Menschen zu berichten weiß, welches sich aus der Botschaft Christi ergibt, seiner Auferstehung und Hingabe?

Wo ist die Kirche, die im Nächsten das Abbild Gottes erkennt und sich bewusst ist, dass all jenes, was sie auch nur den geringsten unter den Menschen antut, den Kranken, den Kindern, den Schwachen und besonders Liebesbedürftigen, dass sie das alles Christus selbst antut, der Inkarnation des allmächtigen Gottes, den zu verkündigen ihre Kernaufgabe ist?

Ausblick

Die Antwort ist so banal wie einfach. Sie ist nicht da. Wir mögen noch einen Nachhall spüren, gerade in der Begegnung mit den wenigen Menschen guten Willens, im Gebet und in der Arbeit, bei den seltenen Gelegenheiten, wenn man unbeschwert zum Sakrament zugelassen ist, aber in der offiziellen kirchlichen Institution ein Heil zu erkennen, das ist so gut wie ausgeschlossen.

Man muss es sich wohl eingestehen. Für unsere Generation ist vonseiten der Kirche nichts mehr zu erwarten. Wir müssen uns selbst organisieren, wie die ersten Christen. Und wir werden zunehmend in Katakomben ausweichen müssen. Es wird eine Herausforderung sein, in diesen Zeiten die Kontinuität, die Treue im Glauben und das Licht der Jahrtausende zu bewahren, damit es unter künftigen Generationen erneut aufgehen kann.

**Dieser Artikel erschien zuerst unter der Überschrift „Kirche in Zeiten der Not“

auf dem Blog „MEDIAS IN RES“

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Steinigt Björn Höcke! Er hat „Alles für Deutschland!“ gesagt.

(Michael van Laack) Haben wir aktuell keine größeren Probleme? Doch, natürlich! Am deutschen Klimawesen soll in den nächsten Jahren die Welt genesen, ebenso die Weltkirche am deutschen „Synodalen Weg“, die EU an unserer Finanzpolitik, Afrika an unseren Impfdosis-Spenden und die Flüchtlinge an unserem Sozialsystem. Deshalb geht „Alles für Deutschland“ natürlich gar nicht.

„Alles von Deutschland und für die Welt!“ lautet die neue buntfaschistische Maxime. Das bekommt nun auch der umstrittene Chef des real immer noch existierenden Flügels in der AfD – Björn Höcke – zu spüren.

Aufhebung von Höckes Immunität gefordert

Bereits im Frühsommer wurde er angezeigt, weil er eine seiner Reden mit „Alles für Deutschland!“ schloss, wie es auch Ernst Röhm und manch anderer führender Kopf der SA gewohnheitsmäßig tat, weil dies der Wahlspruch der Hitler 1934 zu mächtig werdenden Sturmabteilung war, weshalb er sich des als gefährlichen Konkurrenten empfundenen Röhm entledigte.

Sich lästiger Konkurrenten im eigenen System oder Team entledigen, ist im wirklichen Leben obligatorisch, aber selbstverständlich grundsätzlich verwerflich. Nicht nur, wenn am Ende der biologische Tod des Konkurrenten steht.

Wie auch immer! Höcke ist Historiker und war sich gewiss der Wirkung des Wordings und der damit verbundenen Implikationen bewusst. der thüringer AfD-Chef ist zweifellos ein Mensch, der gern und häufig auf roten Linien tanzt, um die Grenzen des Sagbaren zu verschieben.

Internationalsozialisten

Aber darf deshalb die Phrase „Alles für Deutschland!“ bis in alle Ewigkeit auf dem Index der verbotenen Phrasen stehen? Eigentlich nicht. Allerdings leben wir in einem Land, in dem sich in diesen Jahren eine politische Religion formiert, die internationalsozialistisch ausgerichtet ist. Für diese Leute ist Nationalismus ein Verbrechen, Stolz auf das Vaterland eine schwere Straftat und Politik primär für die eigenen Bürger und danach erst für die Bürger anderer Staaten ein Sakrileg. Denn: „Zuerst mein Volk und dann die vielen anderen“ ist krass Nazi, falls er nicht von PoC oder Anhängern der Barmherzigkeitsreligion Nr. 1 verwendet wird!

Diesem Denken folgend ist selbstverständlich jede öffentliche Äußerung, die das Vaterland in den Vordergrund stellt, nicht hinnehmbar. Wer wie die Altparteien vom im EU-Zentralstaat aufgehenden (verdunstenden) Deutschland träumt, dem sind alle anderen Klänge zuwider. Er hält sie gar für gefährlich, denn sie könnten Erinnerungen wecken an das Deutschland unter den Kanzlern Adenauer bis Kohl, in dem sich Patrioten noch wie Sand am Meer tummelten.

Merkel tat alles, was sie tat, für Deutschland… oder so!

Sie ist die einzige Person, von der man in diesen Tagen noch sagen darf, sie habe alles, was sie tat, für Deutschland getan: den Euro und damit deutsche Sparbücher gerettet, Deutschland von der bösen Kernenergie befreit, Deutschlands Ansehen in der Welt durch die Grenzöffnung enorm gesteigert usw. usf. – Und sie ist selbstverständlich nicht Rääächts sondern die Erfinderin der neuen Mitte.

Ja, Höcke hat provoziert. Er hat das Motto der SA an den Schluss einer Rede gestellt. Dass aber ein Motto, welches für sich betrachtet nichts Verwerfliches beschreibt (denn es könnte auch als Überschrift des Amtseides des Bundeskanzlers und der Minister stehen) eine strafbare Handlung darstellen soll (Volksverhetzung oder Ähnliches), entzieht sich der Logik und meiner Ratio. Denn schließlich steht auch „Liberté, Égalité, Fraternité“ nicht auf der Liste des Unsagbaren, obwohl unter diesem Banner während der Französischen Revolution und der jakobinischen Schreckensherrschaft hunderttausende Unschuldige inhaftiert, gefoltert und oder getötet wurden.

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MSM und „Freie Medien“ in der Pandemie: Ihr Geschäft ist die Spaltung der Gesellschaft!

(Michael van Laack) WARNHINWEIS: Dieser Artikel könnte Spuren realistischer Betrachtungsweisen enthalten. – „Angst fressen Seele auf“ ist ein über Jahrzehnte viel zitiertes Wort, das irgendwann während der „fetten Jahre“ in Vergessenheit geriet. Dann aber kam Schröder, nach ihm Merkel und mit ihr kam die Angst zurück.

Die Angst vor Atomkraft, vor dem Tod des Wohlstands im Zuge des Sterbens des Euros, vor einer Überfremdung (auch schon lange kein Standardbegriff mehr) durch chaotische Migrationspolitik, vor dem Untergang Deutschlands und damit der ganzen Welt durch den Klimawandel. Und nun Corona!

Im Angstmodus gefangen

Panik in allen Gesichtern. Manche fürchten ein Szenario ähnlich des „Schwarzen Todes“ während der Pestzeit, wenn die Bürger Deutschlands, Europas, ja der ganzen Welt sich nicht in regelmäßigen Abständen gegen Corona boostern lassen. Andere fürchten, die Pandemie sei einzig und allein ein Szenario, das Huxleys schöne neue Welt vorbereiten solle: also den Great Reset, den Weg in eine totalitär geführte Weltgemeinschaft. Wieder andere fürchten sich vor erheblichen – natürlich noch nicht sichtbaren – Spätfolgen der Impfung oder vermuten gar ein Genexperiment hinter der Kampagne.

Alle – und das ist das besonders Tragische an der aktuellen Situation – führen in sich schlüssige (also gute) Gründe an, warum ihre Sicht der Dinge die einzig richtige sei. Und so ist unser Gemeinwesen in einem Käfig gefangen, dessen Stäbe aus Angst und Furcht bestehen. So z. B. Angst vor eigenem Leid und Tod, besonders ausgeprägt bei jenen, die ein Weiterleben nach dem biologischen Tod negieren; die Furcht, indirekt für den Tod Dritter verantwortlich gemacht zu werden, wenn man sich nicht impfen lässt; die Angst vor einem andauernde Kontrollverlust und der Etablierung einer Gesellschaft der Unfreien. Kurz: Die Zerstörung der Demokratie.

Spalter und Gespaltene: Alle sind allen alles geworden

Die Gesellschaft ist gespalten. Keine Frage! Aber nicht erst seit Corona. Schon weit zuvor haben Politiker jeder Couleur (JEDER!), der staatlich gelenkte ÖRR, die MSM und selbstverständlich auch die sogenannten „freien Medien“ in Fragen des Klimawandels, der Migration, Gender Mainstream usw. massiv verbal aufgerüstet und so dazu beigetragen, dass sich das System der Einteilung der Gesellschaft in Mehrheit und Minderheit, in Gute und Böse, in Täter und Opfer bis zur Perfektion entwickeln konnte.

Immer mehr Multiplikatoren gefallen sich als Brunnenvergifter

Wer wie Politik und ÖRR täglich den Druck auf die Bevölkerung erhöht, es nicht nur zulässt, sondern gar befördert, wenn Ungeimpfte im wahrsten Sinn des Wortes als Volksschädlinge diskreditiert werden, der mag zwar keinen langfristig wirkenden Spaltpilz säen wollen, aber nimmt billigend in Kauf, dass andere ihn säen. Regierung und Leitmedien hätten die moralische Verpflichtung, sich zumindest in bestimmten Fragen schützend vor jene zu stellen, die sich nicht impfen lassen wollen. Die vierte Säule der Demokratie – bereits in der Migrationskrise ihrer Rolle kaum mehr gerecht werdend – erweist sich in diesen entscheidenden Monaten als Totalausfall.

Aber auch die reichweitenstarken der sogenannten freien oder alternativen Medien (häufig Youtube-Channels oder Blogs von schon vor ihrer virtuellen Karriere bestens vernetzten Privatleuten, die es entweder noch nie nötig hatten oder wegen beruflicher Erfolge vor ihrer Zeit als Youtube-Star oder Top-Blogger eigentlich gar nicht mehr nötig haben, Geld zu verdienen bzw. durch die Erfolge in ihren jeweiligen Echokammern auf Jahre des Drucks ledig sind, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen), ziehen es vor, das Angstlevel zu erhöhen, die Spaltung der Gesellschaft zu verstetigen und ihren Lesern täglich zu bestätigen, dass ihre (und nur ihre) Haltung es verdient, Haltung genannt zu werden. Mit umgekehrten Vorzeichen spielen sie das Gut-und-Böse-Spiel der Regierung, des ÖRR und der MSM.

Die Gemeinschaft zerfällt

Bei Lesern, denen ständig eingeredet wird, dass sie (in welchem Bereich auch immer) Opfer von wem oder was auch immer sind, steigen nicht nur Gefühle wie Hilf- und Hoffnungslosigkeit. Nein, sie solidarisieren sich mit anderen „Hilflosen“. Die reichweitenstarken Medien und Multiplikatoren jeder politischer Couleur erzeugen die Illusion einer Gemeinschaft, die nicht oder nur virtuell existiert. Denn sie ist keine wirkliche Wertegemeinschaft sondern existiert ausschließlich um der Impfung willen. Die Hilf- und Hoffnungslosen scharen sich zusammen, um den staatlichen Entscheidern und den folgsamen (untertänigen?) Bürgern zu demonstrieren: Wir sind stark, wir sind viele, uns brecht ihr nicht!

Tatsächlich aber zeigt sich bei einem etwas genaueren Blick: Die virtuelle Querfront der ungeimpften oder geimpften Verteidiger der Rechte Ungeimpfter (die nur in geringem Teil identisch ist mit der Querfront auf der Straße), ist in sich tief zerstritten. Wie in allen anderen Bereichen gibt es auch hier Gemäßigte und Radikale. Letztere zeichnen jedoch das Bild der ganzen Gruppe im Außenverhältnis, also in der Wahrnehmung der Impfbefürworter, die den von der Regierung geforderten Solidaritäts-Tribut entrichten.

Dogmatiker hüben wie drüben

 „Wehe, Du erkennst auch nur irgendetwas Gutes an den Beschlüssen der MPK oder hältst die Impfstoffe auch zu nur 0.0001 % für wirksam. Dann gehörst Du nicht mehr zu uns, Du Covidiot, Du Bill Gates-Jünger, Du Oberpriester einer neuen Weltordnung“. Innerhalb dieser tatsächlich oder auch nur scheinbar die Grundrechte verteidigenden Gruppe der Hilf- und Hoffnungslosen bieten und verlangen die Multiplikatoren (die Reichweitenstarken) Arkandisziplin in Wort und Schrift.

Was sie dem Staat zurecht vorwerfen (Etablierung einer politischen Religion, die sich als Eigentümer der Grundrechte betrachtet), versuchen sie auf einem anderen Weg selbst zu erreichen. Sie verstehen sich als Fürsprecher aller Ungeimpften und erklären Geimpfte zu Trotteln, zu Sklaven, zu freiheitsverachtenden Untertanen, fordern gar Impfverbote. Vor allem aber: Jeder, der nicht auf dem gleichen Weg und mit den gleichen Mitteln die Grundrechte verteidigt, wie sie es tun, gehört nicht zur Gemeinschaft, ist kein wahrer Freiheitsfreund.

Primär geht es um Verfestigung der Spaltung

Ganz oder gar nicht, gehen oder bleiben. Diese Multiplikatoren und Reichweitenstarken erklären ihren sich hilf- und hoffnungslos fühlenden Lesern. Hütet euch vor denen, die zwar Eure Grundrechte verteidigen, aber behaupten, die Impfung hätte eine positive Wirkung hinsichtlich des Krankheitsverlaufs. Ihr Ziel ist es, Jünger einer reinen Lehre um sich zu scharen, für die sie als Freiheitshelden fungieren können.

Auf der anderen Seite das Gleiche: Stellt sich ein Politiker, Journalist, Schauspieler als Geimpfter schützend vor die Ungeimpften oder erklärt gar, selbst ungeimpft zu sein, sehen wir einen virtuellen Empörung- und Verfolgungsdruck und vor allen Dingen öffentliche Distanzierung von Freunden.

Nur wenig ist, wie es scheint

Was mich selbst betrifft. Knapp zwei Jahre und 1.000 Artikel war ich – dass darf ich gewiss, ohne gegenüber David Berger respektlos zu erscheinen, so schreiben – nicht nur hinsichtlich des Arbeitsaufkommens (Moderation des Blogs, Administration der Facebookseite und des Twitter-Accounts) der federführende Teil des Duos Berger/van Laack, kenne also Abläufe und Inneneinsichten eines reichweitenstarken Blogs ebenso gut, wie ich seine Außenwirkung einschätzen kann.

Und eben deshalb bin ich sehr traurig… Nein… Ich bin enttäuscht, wenn ich sehe, wie Reitschuster, Tichys Einblicke, PI-News, Journalistenwatch und andere aus dem Kreis des 2018 gegründeten und mittlerweile toten „Vereinigung der freien Medien“ und über ihn hinaus in diesen Wochen und Monaten das Thema Corona vor allem aus monetären Gründen hypen, ihre Blasen (treue Leser) täglich wie Dealer mit neuem Stoff versorgen und an den Ängsten und Sorgen einer vom Staat und den MSM ohnehin schon genug gestraften weil geächteten Gruppe endlich mal wieder so viel verdienen, wie seit dem Höhepunkt der Migrationskrise und des islamischen Terrors nicht mehr. Sie – so suggerieren leider manche „freie“ Medien – haben Merkels Erbe angetreten. Nun sind sie die letzten Verteidiger eines freien Deutschlands, gar der freien Welt.

Ein Interesse daran, dass die Coronakrise endet, haben sie allerdings genauso wenig wie Impfstoff- und Maskenhersteller. Das weitere Anheizen der negativen Stimmung, der Unzufriedenheit, des Gefühls der totalen Unfreiheit und des Ausgegrenzt-Seins ist ihr Kapital. Die Bundesregierung, die MSM und die freien Medien: Alle haben ihr jeweils eigenes Interesse daran, dass Deutschland den Krisenmodus (sei es bei Corona, dem Klimawandel, der Migration) nicht mehr verlässt. Ihre Intentionen sind unterschiedlich, ihr Ziel dasselbe: die Manifestation der Spaltung der Gesellschaft. Denn sie alle leben davon recht gut, ob sie es müssen oder freiwillig tun.

Viele Leser hüben wie drüben suhlen sich in der Spaltungs-Depression

Was ich in den vergangenen Jahren in der Blogarbeit leider immer wieder feststellen musste: Objektive Artikel will fast niemand lesen. Kurze knackige populistische Geschichten oder aber mit mäßig entstellten Wahrheiten gespickte Systemkritik, gern auch mal nur ein Youtube-Video mit dem kurzen Begleittext „Das ist toll!“ als Artkel tarnen… und schon klicken die Lemminge. Denn wenn Blogger X oder Youtuber Y – die unsere Freiheit verteidigen, weil wir hilf- und hoffnungslos sind – dies und das toll finden, muss es toll sein.

Wer sich auf diesen Pfaden bewegt, kann eines erhöhten Spendenaufkommens sicher sein und das wärmende Licht seiner Echokammer-Öffentlichkeit genießen. Doch wehe, man schreibt als Autor eines „freien“ Mediums etwas, dass die jeweilige Blase oder die einzige Partei mit „Mut zur Wahrheit“ nicht lesen will oder das wichtige Player (zumeist Graue Eminenzen) im Umfeld nicht goutieren: Dann kennen alle bisherigen Schulterklopfer keine Freunde mehr, dann ist ganz schnell Ende Gelände mit Freiheit der Meinung und liberalkonservativem Verständnisgelaber.

Auf Philosophia Perennis war das nicht so, als ich dort noch mitarbeitete. Doch scheint mir, auch dort hat sich der Wind ein wenig gedrehtt, die Segel wurden voll in den Coronasturm gesetzt, um weit oben auf der vierten Empörungswelle mitschwimmen zu können. Auf der anderen Seite habe ich natürlich vollstes Verständnis für David: Wie ich macht er aus seinen Überzeugungen keinen Hehl; und ums Geld geht es ihm ganz sicher nur insoweit, als dass er die jährlichen Kosten für den Blog gedeckt sehen möchte.

Nestbeschmutzer? Nennt mich so, wenn Ihr wollt!

Nein, das Leben ist kein Ponyhof. Aber wir reichweitenstarken Blogger sind auch nur selten das, was wir zu sein vorgeben: Kümmerer und Kämpfer für Einigkeit und Recht und Freiheit. Und Ja, die Politik, der ÖRR, die anderen MSM und die Kirche haben versagt in der Pandemie. Aber wir liberalen, konservativen und rechten Blogger versagen auch. Viele aus von unseren Reihen wollen nicht heilen, die Spaltung der Gesellschaft nicht beenden. Denn der status quo ist ihr Lebenselexier. Oder wie mein Urgroßvater immer sagte: „Mach den Menschen niemals zu viel Mut, gib ihnen nicht zu viel Hoffnung. Denn dann brauchen sich Dich irgendwann nicht mehr.“

Und ja: das ist in gewisser Weise ein Nestbeschmutzer-Artikel. Aber ich kann – das wissen jene Leser, die mich auf PP über die Jahre verfolgt haben – aus meinem Herzen keine Mördergrube machen. Schon gar nicht in einer der tiefsten Krisen, die unser Vaterland seit vielen Jahrzehnten erlebt.

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Corona: Erneut ist Weisheit mehr gefragt als Wissen – Ein Appell an die „Freien“!

(Michael van Laack) Wissen lässt sich erwerben, Weisheit nicht! Über Corona wissen viele manches und noch mehr geben vor, alles zu wissen. „Quot capita tot sensus.“ So viele Köpfe, so viele Meinungen. Und darin liegt der Kern des Problems. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, doch darf Meinung weder zum Selbstzweck erhoben werden noch sollte der Einzelne seine Meinung als unverrückbare Wahrheit – als Dogma – verstehen.

Und schon gar nicht sollte man aus der Addition vieler verschiedener Meinungen den Schluss ziehen, dass – so lange die Wahrheit nicht gefunden sei – es keinen richtigen Weg gäbe und deshalb alle im status quo zu verharren hätten. Sich also niemand auf einen gangbar erscheinenden Weg machen dürfte, weil dieser ein falscher sein könnte.

HINWEIS: Diesen Artikel habe ich zuerst am 15.10.2020 auf Philosophia Perennis veröffentlicht. Also mehrere Wochen vor Beginn der Impfungen. Seine Gültigkeit hat er jedoch aus meiner Sicht durch die Entwicklung nicht verloren. Deshalb erscheint er hier unverändert mit Ausnahme einer Stelle, in der ich die Impfung als Beispiel eingefügt habe.

Was ist Freiheit?

„Macht ist Pflicht – Freiheit ist Verantwortlichkeit.“ schrieb die österreichische Schriftstellerin Marie von Ebner Eschenbach mal in ihr Tagebuch. In diesen Monaten stellt sich beim Thema Corona immer wieder die Frage: Geht es der Bundesregierung, den Ministerpräsidenten und anderen Entscheidern um Macht oder Freiheit? Handeln sie so, wie sie handeln, um die Fülle ihrer Macht bei möglichst vielen Gelegenheiten den Bürgern gegenüber zu demonstrieren? Folgen sie gar einem Masterplan?

Schaffen sie – wie manche „Wissende“ uns glauben machen wollen, einen Corona-Mythos, um den Aufbau eines totalitaristischen Europa-Regimes oder gar der Weltherrschaft zu beschleunigen? Üben sie ihre Macht also nicht nur nicht aus Pflichtbewusstsein aus, sondern missbrauchen sie? Dass aus Macht Pflichten erwachsen, dürfte unstrittig sein, wie uns die nicht mehr ganz so neue Erkenntnis „Kapital verpflichtet“ immer wieder vor augen hält. Denn Kapital ist Macht. Geld stinkt nicht nur nicht, es steuert. Doch über der Pflicht, Kapital so einzusetzen, dass es sich a) vermehrt und b) auch zum Gemeinwohl beiträgt, steht die Freiheit des Einsatzes.

Würde z. B. ein Berater einem Multi-Milliardär erklären: „Wenn wir morgen einen begrenzten Atomschlag gegen Nord-Schmierland führen, werden weltweit die Aktienkurse um 50 % steigen. Wir könnten dann unsere Aktienpakete sofort abstoßen und mit dem erwirtschafteten Gewinn soziale Projekte in Deutschland fördern.“, dann könnte der Milliardär antworten: „Prima! Es ist ja meine Pflicht, die Macht meines Kapitals effektiv zu nutzen. So machen wir das. Harry, hol schon mal den Bomber!“ Ein Mächtiger aber, der verstünde, was Freiheit ist, würde aus Verantwortung gegenüber den Nord-Schmierländern nicht zulassen, dass auf deren Tod besseres Leben für Sozialhilfe-Empfänger aufgebaut wird.

Macht und Freiheit liegt in jedem Individuum

Viele Seuchen und Virus-Erkrankungen sind schon über die Welt gezogen. Doch noch nie ist eine davon so sehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zahlreicher Länder eingedrungen. Sehr viele Menschen verstehen deshalb nicht, warum diese jetzt bei Corona anders ist. Das Misstrauen gegen Politiker wächst in vielen Ländern. Allerdings ist es in kaum einem so groß wie in Deutschland. Das mag auch daran liegen, dass nicht wenige Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre (Euro, Bankenrettung, Energiewende, Flüchtlingswelle) in Deutschland überproportional Misstrauen gegen die eigene Führung ausgelöst hat.

Aus Sicht vieler, die sich seit Jahrzehnten mit nichts anderem als Viren und Epidemien beschäftigen, ist Corona anders. Resistenter gegen Temperatur-Schwankungen, gefährlicher für die Lunge, tödlicher für vorgeschädigte Menschen und – wie neueste Erkenntnisse zeigen – mit einer Reihe von Spätfolgen behaftet. Und doch wissen wir vieles, was über das Virus verlautet wird, noch nicht sicher.

Das erzeugt Unsicherheit und Zweifel. Warum sollen wir Opfer bringen, wo doch Corona vielleicht nicht gefährlicher ist als eine Grippe? Warum sollen wir uns gentechnisch hergestellte Impfstoffe spritzen lassen, Masken tragen, Abstand halten, auf Partys verzichten, keine Weihnachtsmärkte besuchen, unseren Vereinen nicht zujubeln in den Fußballstadien? Und sogar Distanz wahren zu Menschen, die wir lieben und die uns lieben: Väter und Mütter, Omas, Opas, erwachsene Geschwister. Warum das alles?

 

Wissen lenkt, Weisheit denkt!

Schon kehre ich zum Beginn des kurzen Artikels zurück. Viele Zeitgenossen verwechseln ihre Meinung mit Wissen und begründen damit die Ausübung ihrer individuellen Macht. Sie kaschieren sie gar als Pflicht zum Widerstand gegen jene, die sie der Freiheit insgesamt berauben wollten. Innere Freiheit kennen sie nicht! Für sie bedeutet Freiheit, zu jeder Zeit an jedem Ort das Tun und Lassen zu können, was sie möchten. Verantwortliches Umgehen mit der Freiheit? „So lange ich doch niemandem schade!“, sagen sie. Doch ist „Schaden anrichten“ für so Denkende immer etwas Sichtbares. Z. B. wenn sie sehen, dass durch ihr Verhalten jemand verletzt wird. Oder sein Eigentum beschädigt bzw. vermindert wird.

Doch die eigene Freiheit einschränken lassen durch Verordnungen? „Das geht nicht, weil ich entscheide, was richtig und was falsch ist. Die Verteidigung der Freiheit ist meine höchste Pflicht!“ Und da liegt der Irrtum, denn „Macht ist Pflicht, Freiheit ist Verantwortung“. In jeder Gemeinschaft sind Menschen voneinander abhängig und ebenso gegenseitig füreinander verantwortlich: in der Familie als Keimzelle der Gesellschaft, in einer religiösen Gemeinschaft, im Unternehmen, in Städten und Ländern.

Die Pflicht der Mächtigen – Die Verantwortung der Freien

Und so ist eine Regierung als zeitlicher Inhaber von Macht verpflichtet, Schaden abzuwenden von jenen, die sie regieren. Freilich muss auch sie Güterabwägungen treffen, weshalb die primäre Frage lauten muss: „Welche Einschränkungen sind zur Gefahrenabwehr notwendig, was ist verantwortbar?“ Und erst sekundär die Frage: „Was ist zumutbar?“ Denn alles ist zumutbar, was der Abwehr einer Gefahr dient. Es sei denn, aus einer Zumutung würde eine größere Gefahr erwachsen. Mit Blick auf Corona z. B. mehrfacher Lockdown der Wirtschaft.

Wir nun (die Bürger), die wir innere und äußere Freiheiten besitzen, tragen große Lasten. Jeder Einzelne von uns. Um die innere Freiheit bewahren zu können, müssen wir in Verantwortung für den Nächsten auf äußere Freiheiten verzichten. Corona ist kein Spiel. Um Deutschland herum stehen aktuell mehrere Volkswirtschaften am Abgrund. „Das ist uns egal!“, höre ich viele sagen. „Das machen die nur, um eine Diktatur zu errichten. Wir wissen das sicher!“ Und schon sind wir bei der Artikelüberschrift angelangt: „Jetzt ist Weisheit mehr gefragt als Wissen!“. Schwarm-Intelligenz gibt es nicht. Und selbst, wenn sie verifizierbar existieren sollte, so ist vieles von dem, was aktuell als dem Wissen entnommene Argumente gegen die Corona-Restriktion bezeichnen, bestenfalls Schwarm-Meinung.

Gegen den Mangel an Weisheit gibt es keine Impfung

Woran es den vielen mangelt, ist Weisheit. Weise handeln fürsorglich um das Wohlergehen nicht nur des Nächsten besorgt, sondern das Leben allgemein höher schätzend als jedes andere Gut. Denn nicht jener ist wirklich frei, dem die eigene Freiheit über alles geht, sondern jener, der das Leben und die Gesundheit (vor allem das Leben) Dritter für genauso wertvoll erachtet, wie sein eigenes. – Sollte sich vielleicht in ein oder zwei Jahren herausstellen, dass all diese Maßnahmen unnötig und/oder unwirksam waren, mag man jene zur Verantwortung ziehen, die falsche Entscheidungen getroffen haben. Insofern sich nachweisen lässt, dass sie diese Entscheidungen absichtlich falsch getroffen haben und nicht auf Basis der ihnen bekannten Informationen.

Mein Großonkel Boleslaus, in den 60er bis 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Regens des Priesterseminars der Steyler Missionare in Juiz de Fora bei Sao Paolo, sagte mir einmal sehr pragmatisch: „Schau, ich glaube an Gott und halte mich an die Lehre Christi und der Kirche. Wenn das alles wahr ist, wenn Gott existiert und so ist, wie wir ihn glauben, dann werde ich nach meinem Tod bei ihm sein, weil ich ihn liebe und er darum weiß. – Wenn aber die Atheisten recht haben und es keinen Gott gibt, so habe ich nichts verloren, wenn ich an ihn geglaubt habe. Denn weder der Atheist noch ich wissen dann noch um unsere entweder entsagungsreiches oder ausschweifendes Leben.“

Nicht der Weisheit, aber des Artikels letzter Schluss

Auf die aktuelle Lage angewendet: Ich glaube, dass sich durch die Impfung die Anzahl schwerer Verläufe bis hin zum Tod vermeiden lassen; auch bin ich davon überzeugt, dass Masken, Abstandsregeln und Veranstaltungsabsagen Menschen das Risiko einer Ansteckung deutlich minimieren. Wenn sich in einigen Jahren herausstellt, dass ich richtig lag, wird nicht bis zum Ende meines irdischen Lebens der Zweifel an mir nagen, ob ich nicht vielleicht bewusst zu wenig getan habe, um meine Mitmenschen zu schützen.

Würde sich aber herausstellen, dass die Maßnahmen nicht notwendig waren, was hätte ich dann verloren? Mehr Nähe? Zu wem? Zu Leuten in übervollen Gaststätten, die mich schon in Vor-Corona-Zeiten genervt haben? Zu anderen Supermarktkunden in der Kassenschlange vor mir, deren Knoblauchschweiß-Geruch ich eh nie prickelnd fand? Gemeinschaft im Fußballstadion, um Millionäre dafür zu bejubeln, dass sie öffentlichkeitswirksam arbeiten? Um das zu erhalten, soll ich möglicherweise andere Menschen gefährden, für diese Freiheiten anderer Menschen Leben zu beenden beitragen? Man verzeihe mir diesen Schlusssatz oder auch nicht: Ihr seid nicht mehr ganz bei Trost!

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Dolchstoßlegende in der ARD: Ungeimpfte sind Volksverräter

(Michael van Laack) Sündenböcke waren schon in Babylon vor fast 5.000 Jahren sehr beliebt. Man legte seine Sünden auf das Tier, schnitt ihm die Kehle durch, verbrannte es und schon war es für Papa König keine Last mehr, dass er seinen Sohn vergewaltigt hatte. Von den Azteken, die Menschen opferten, um ihre Götter zu erfreuen, will ich hier gar nicht reden.

Im Deutschland des Jahres 2021 ist der Ungeimpfte der Sündenbock. All das Versagen rund um die Erstbeschaffung ab Februar 2020, die zu spät und in zu geringen Chargen bestellten Impfstoffe; das öffentliche Gezerre, ob AstraZeneca gut oder schlecht im Allgemeinen bzw. für welche Altersgruppen am besten geeignet ist; der fehlende Schutz der vulnerablen Gruppen von Beginn an und dann wieder ab April dieses Jahres.

All das und noch mehr ist vergeben, vergessen, verziehen

All die ineffektiven Lockdowns und zigtausende finanziell in Existenznot gebrachte Kleinbetriebe und Gastronomien; all die sich jeweils wie ein Jahrzehnt anfühlenden Schulschließungen, die bei vielen Kindern und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten zur Folge hatten und manchen die entscheidenden Entwicklungsjahre zur Reife raubten; all die wechselnden und teilweise von der Politik nahezu erpressten wechselnden Impfempfehlungen der STIKO; all die unter den Tisch gefallenen falschen Prognosen des RKI, das sich für richtige Prognosen allerdings stets Lorbeerkränze aufs Haupt setzte..

 

Auch die fehlenden und dann überteuerten Tests; die Verordnungsflickenteppiche nach jeder MPK; die fehlerhaften Warn-Apps; die Vernachlässigung im Pflegebereich und der daraus resultierende Intensivbettenmangel; all die Beteuerungen von Beginn an, es werde keine Impfpflicht geben; die Ungleichbehandlung bei Demonstrationsgenehmigungen (Antifa, BLM, Querdenker); die in jedem Sommer abgetauchten Entscheider. Last but not least die Spaltung der Gesellschaft durch Politik und Medien in die Guten und Bösen, die Geimpften und Ungeimpften; all das Gerede über Freiheit, die immer nur Diener der Solidarität sein könne.

Geimpfte wehrt Euch! Kauft keine Sündenböcke!

All das soll nun vergessen gemacht werden. Denn der Sündenbock sind die Ungeimpften. Die Bundesregierung trägt keinerlei Verantwortung. Alles Sterben und alles Leiden haben die Ungeimpften verursacht. Das Blut von fast 100.000 Menschen in Deutschland klebt an ihren Händen. Und sie sind natürlich dafür verantwortlich, dass auch in diesem Jahr „Weihnachten ausfallen muss“. Na dann ist ja alles gut. Endlich lässt sich die Welt wieder einfach erklären. Denn wir wissen ja alle: Die Ermunterung zum komplexen Denken ist das schlimmste Virus, welches die Feinde „unserer Demokratie“ auf die anständigen und aufrechten Bürger übertragen wollen.

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CDU hält Corona-Gesetz für falsch, stimmt dennoch zu – Derweil schafft Söder Lockdown-Fakten!

(Michael van Laack) Einstimmig hat der Bundesrat am 19. November 2021 Änderungen des Infektionsschutzgesetzes und weiterer Gesetze zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zugestimmt, die der Bundestag nur einen Tag zuvor verabschiedet hatte. Das Gesetzespaket kann damit dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden. Es soll am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

Unterdessen hat Markus Söder Fakten geschaffen. Er nutzt die Gunst der Stunde und geht über das noch nicht in Kraft getretene neue Infektionsschutzgesetz hinaus. Lockdown in Kreisen über Inzidenz 1000, mindestens drei Wochen landesweit Diskotheken, Clubs und Bars zu. Alle Weihnachtsmärkte abgesagt. Sportverantstaltungen nur noch unter 2G und mit 25 % Publikumsauslastung, dazu kommt eine Gastronomiesperrstunde ab 22.00 Uhr und recht bald Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Söder steht nicht allein – oder doch?

Bis auf die Kontaktbeschränkungen treten die Verordnungen sofort in Kraft. Spätestens bei der MPK am 9. Dezember dürfte es zur Konfrontation mit den SPD-geführten Ländern kommen. Vor allem mit denen, die im Norden und in der Mitte gut mit 3G auskommen aufgrund ihrer Werte und darauf pochen werden, dass ihr neues glorreiches Infektions(schutz)gesetz buchstabengetreu befolgt wird.

Alle Ministerpräsidenten der CDU – für die heute im Bundesrat stellvertretend Volker Bouffier, Rainer Haselhoff und Stephan Weil sprachen – vertraten die Ansicht, dass die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes die Länder entmachte und ihnen geeignete Werkzeuge nähme, landesweit oder regional auf unterschiedliche Pandemielagen differenziert zu reagieren.

Muss man Schlechtes beschließen, wenn man nichts Besseres bekommt?

Auch übten sie scharfe Kritik daran, dass Bundesregierungen (auch die Merkelsche, aber wohl vor allem die neue Ampel) den Föderalismus endgültig aushebeln und durch eine Zentralregierung zu ersetzen beabsichtigten, für die der Bundestag nur noch als Abnickmehrheit der jeweiligen Koalition dienen soll, der Bundesrat als Abnickorgan des Bundestags und der Bundespräsident zu einem jedes Gesetz unreflektiert unterzeichnenden Grüßaugust.

Die ausführlichste Kritik übte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier:

Das allgemeine Dilemma und die Feigheit der CDU

Diese Sitzung zeigt das Dilemma, in dem sich die deutsche Politik seit vielen Jahren und nicht nur bei Corona befindet. Für unser Gemeinwesen Schlechtes und Gefährliches findet immer wieder Zustimmung, weil sich das tatsächlich Bessere oder auch nur subjektiv als Besseres Wahrgenommenes nicht durchsetzen lässt. Niemand wagt mehr Konfrontation und falls nötig temporär sogar Eskalation.

In diesem Fall wäre es allerdings einfacher gewesen, als die CDU-Politiker uns vermitteln wollen. Ginge es ihnen wirklich um den aus ihrer Sicht optimalen Schutz der Bevölkerung, hätten sie das Gesetz heute im Bundesrat blockiert. Garantiert wäre dann am Montag oder spätestens Dienstag der Bundestag zu einer Sondersotzung einberufen worden, um das Auslaufen jeglicher juristischer Grundlage zu vermeiden. Augenscheinlich fürchtet die  angeschlagene Union sich aktuell mehr vor dem Zorn der Medien im Verein mit den neuen Regierungsparteien als vor dem Virus. Das spricht Bände!

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Corona, bischöfliche Systemlinge und der FFP2-Gesslerhut

(Michael van Laack) In Österreich gilt seit einigen Tagen ein Lockdown für Ungeimpfte. Die erste Teilseparierung und für die Öffentlichkeit sichtbare Ungleichbehandlung eines größeren Bevölkerungsteils, seit ein gewisser Reichskanzler den Anschluss seiner Heimat an das Deutsche Reich verkündet hat.

Anlässlich dieses Lockdowns hat der wegen seiner Haltung zu Corona bereits vor einigen Monaten seines Amtes als Schulseelsorger enthobene Franziskaner René Dorer einen offenen Brief an Manfred Scheuer, den Bischof von Linz geschrieben, indem er zunächst seine Bedenken gegenüber der Wirksamkeit der Impfung und der Maskenpflicht, die er einen neuen Gesslerhut nennt, zum Ausdruck um abschließend seinen Bischof und mit ihm die ganze Kirche von Österreich davor warnt, sich zum verlängerten Arm des politischen Systems zu machen.

„Der Stellvertreter“ oder Kirche als williges Werkzeug staatlicher Ideologien

Ausdrücklich weise ich darauf hin, dass ich mir Dorers Ansichten in weiten Teilen nicht zu eigen mache. Allerdings halte ich das (nicht zuerst von Dorer geprägte) Wort vom Gesslerhut für ein so bedeutungsvolles Bildgleichnis mit Blick auf eine sich in weiten Teilen des Westens zunehmend dem Staat unterwerfenden römisch-katholischen Kirche, dass ich den Brief hier trotz inhaltlicher Bedenken im Wortlaut wiedergebe. Die Bereitschaft mancher Bischöfe, 2G zur Zugangsvoraussetzung für die Eucharistie und andere Sakramente zu machen, spricht Bände.

Doch nicht nur in der Virusfrage, sondern auch in von politisch linken Ideologien besetzten und dominierten Themenbereichen wie Klimawandel, Migration und Gender Mainstream erleben wir in unseren Tagen eine Kirche, die jeden aus der eigenen Glaubensgemeinschaft ausgestoßen sehen möchte oder ihn zumindest als weniger christlich klassifiziert, der sich diesen und anderen politischen Dogmen nicht unterwirft.

Viel Kraft, Bruder Dorer!

Es folgt nun Dorers Brief, der auf seiner Website auch als pdf und Audio zur Verfügung steht. Text und Zwischenüberschriften habe ich ungekürzt und unverändert mit Ausnahme der Ausmerzung einiger weniger Grammatikfehler übernommen. Den ausführlichen Quellenanhang möge der Leser bitte der pdf-Datei entnehmen.

Dem mir nicht bekannten Franziskaner-Bruder wünsche ich Gottes Segen und viel Kraft in den kommenden Monaten. Denn er stellt sich mit seinen Ansichten vollkommen gegen den innerkirchlichen Mainstream, was für seine Oberen unverzeihlich sein und bald weitere Konmsequenzen zeitigen dürfte.

Offener Brief an Bischof Manfred Scheuer

Lieber Herr Bischof Manfred Scheuer. Ich blicke dankbar auf die Zeit zurück, in der du unser Bischof in der Diözese Innsbruck warst. Jetzt bin ich dir nachgezogen nach Oberösterreich. Seit September bin ich Kaplan in einer Pfarre deiner Diözese Linz, in Enns St. Marien. 

Ich schätze dich sehr als meinen Hirten. Da wir heute in Oberösterreich den ersten Tag des „Lockdowns für Ungeimpfte“ haben, nehme ich dies zum Anlass, dir diesen offenen Brief zu schreiben. Auch ich kann jetzt praktisch nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen, da ich zu den „unsolidarischen Ungeimpften“ zähle. 

Ich bin weiterhin sehr besorgt, was die politischen Reaktionen auf die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus betrifft. 

Schon im Jänner habe ich diesbezüglich einen offenen Brief an die Bischöfe Österreichs geschrieben: http://www.bruder-rene.net/sorge-eines-jugendseelsorgers 

Ende April habe ich in einem Video auf meinem YouTube Kanal die Anti–Corona–Maßnahmen der Regierung infrage gestellt. Das Video musste ich löschen. (Videotext: http://www.bruder-rene.net/mein-verstand-und-covid-19 )

Indirekter Zwang zur Gentherapie:

Offensichtlich ist die groß beworbene sogenannte „Corona – Impfung“ keine Impfung im herkömmlichen Sinn, sondern ein Gentherapeutikum, das nur eine bedingte EU-Zulassung hat. Mit etwa 9 Monaten Entwicklungs- und Erprobungszeit lässt sich offensichtlich nicht viel aussagen über mögliche mittelfristige schwerwiegende Nebenwirkungen des Gentherapeutikums „Corona-Impfung“. Wir erleben momentan eindeutig das größte medizinische Experiment der Geschichte. Jeder, der möchte, kann daran teilnehmen. Doch was ich seit Monaten feststelle, ist, dass es einen eindeutigen indirekten Zwang zum „Spiken“, wie die „Impfung“ wohl besser benannt werden sollte, gibt.

 Ich habe schon viele Menschen getroffen, die sich „eigentlich“ die „Genspritze“ nicht geben lassen wollten. Sie haben sich der Injektion ausgeliefert, damit sie am öffentlichen Leben teilnehmen können und nicht Gefahr laufen, ihren Job zu verlieren. Die Regierung bekennt sich offen zu ihrer Strategie, möglichst alle „durchzuimpfen“ und scheut es nicht, durch die 2G-Regelungen und den Lockdown für Ungeimpfte einen indirekten Zwang zur „Genspritze“ zu verstärken.

Hier liegt meines Erachtens eindeutig ein indirekter Impfzwang vor, der menschenrechtswidrig ist. Ich betrachte dieses Agieren als Verletzung des Nürnberger Kodex. Und das geschieht mit dem Argument, einen Virus zu besiegen, der lediglich eine Infektionssterblichkeitsrate von 0,15 % hat (Vgl. Stanford-Professor John Ioannidis, WHO). Das kommt der Infektionssterblichkeitsrate einer gewöhnlichen Grippe gleich. 

Staaten mit hoher Durchimpfungsrate (Israel, Island, manche Landkreise in den USA) haben laut einer Harvard-Studie prozentmäßig mehr COVID-19-Fälle als andere Gebiete mit geringerer Durchimpfungsrate. Ist das ein Hinweis auf den Erfolg der Gen-Injektion, die viele gemachte Versprechen nicht halten kann. Das spricht unter anderem inzwischen auch Kleingedrucktes in einem Statement des RKI-Institutes zu den Corona-Impfungen an.

Dazu kommen die Berichte von Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit den genbasierten Injektionen (= „Corona-Impfung“) verzeichnet werden. Sie machen mir klar, dass sich hier ein massives zusätzliches Problem zu entwickeln scheint.

Maskenpflicht im öffentlichen Raum: größere Schaden als Nutzen

Wissenschaftliche Artikel und Studien weisen darauf hin, dass das Tragen von Masken im öffentlichen Bereich mehr Schaden als Nutzen bringt. Das Festhalten an der Maskenpflicht im öffentlichen Bereich ist aus der Sicht vieler Experten nicht evidenzbasiert. Ich betrachte die Maskenpflicht im öffentlichen Raum als Gesslerhut unserer Tage. Wer im öffentlichen Bereich eine Maske trägt, obwohl das für ihn keinen Sinn ergibt, zeigt, dass er sich dem System kritiklos unterwirft. 

Kirche – Verlängerter Arm des Systems

Mit Besorgnis stelle ich fest, dass viele Vertreter der Kirche – besonders die Bischöfe – seit Monaten, was die Corona-Maßnahmen betrifft, scheinbar wie ein bloßer verlängerter Arm des politischen Systems agieren und sich so gut wie gar nicht kritisch zur politischen Reaktion auf das SARS-CoV-2-Virus äußern. 

Ich wünsche dir, Herr Bischof Manfred Scheuer, die Kraft und das Licht des Heiligen Geistes. Diesen Hl. Geist habe auch ich sehr notwendig und bitte um deinen bischöflichen Segen.  – ENDE DES OFFENEN BRIEFES

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Der Querdenker Dostojewski und die Vergiftung edler Taten durch eine gefallene Welt

WARNHINWEIS: Dieser Artikel könnte die Leser verstören. Denn es handelt sich im Folgenden um einen Beitrag, in dem Corona, Migration, Klimawandel, Gender und andere in diesen Monaten unser Leben beherrschende Themen nicht mit einem einzigen Wort vorkommen, nicht einmal indirekt Bezug darauf genommen wird. Wer also sein Eskalationslevel permanent auf hohem Niveau halten möchte oder gar Empörungsentzug fürchtet, beschäftige sich mit anderen Artikeln auf diesem Blog oder berausche sich an tagesaktuellen Kommentaren auf Twitter & Co.

Für alle, die sich hin und wieder mit Themen beschäftigen möchten, die ohne Bezug zu Fukushima, Budapest, Berlin, Paris oder Glasgow stehen, spürt Gastautor Rainer Buck* hier kurz Gemeinsamem und Trennenden zweier großer Gestalten der Weltliteratur (Dostojewski und Karl May) nach und weist – was ich ihm gern nachtue – auf die zweite Auflage seiner Dostojewski-Biografie „Sträfling, Spieler, Seelenforscher“, hin. Langer Rede kurzer Sinn, ab jetzt spricht Rainer Buck:

Dramenschreiber Dostojewski und die Dramen seines Lebens

Das Medienecho war vermutlich groß genug, damit auch der durchschnittlich Literaturinteressierte hierzulande mitbekommen konnte, dass sich am 11. November 2021 (nach dem gregorianischen Kalender) der Geburtstag von Fjodor Michailowitsch Dostojewski zum 200. Mal jährte.

Dostojewski gehört nicht zu den Dichtergrößen, die man nur noch an Jubiläen beweihräuchert. Er wird weiterhin gelesen und man muss sich nicht verrenken, wenn man ihn als heute noch relevant einstuft.

Als ich vor einigen Jahren eine Biografie über ihn schrieb, war das der selten im Leben eines Nicht-Prominenten vorkommenden Anfrage eines Verlags geschuldet, ob ich eine Idee hätte, über welchen Literaten christlicher Prägung man ein gehaltvolles und spannendes Buch schreiben könnte. Ich hatte zuvor Leben und Werk Karl Mays in einem Bändchen gewürdigt. Dostojewski schien nun ein anderes Kaliber, seine Romane „Die Brüder Karamasow“ und „Der Idiot“ hatten mich in besonderer Weise angesprochen.

Weltliteratur, die unter erschwerten Bedingungen entstand

Ich war jedoch erstaunt, dass das Leben Dostojewskis mindestens genauso reich an Dramatik war wie die besten seiner Bücher. Wann kann man schon eine Lebensbeschreibung mit einer Szene beginnen, in der die Hauptperson als Verurteilter vor einem Erschießungskommando steht? Straflager, desaströse Verluste in Spielsalons, immerwährende Flucht vor Gläubigern, tragische Verhältnisse zu Frauen, betrügerische Verleger…

Als ich erfuhr, unter welchen Bedingungen die meisten von Dostojewskis großen Romanen entstanden, wurde mir klar, dass Karl May und er gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie mir bis dato schien: Männer, die während der gewöhnlich produktivsten Lebensjahre den Strafvollzug ihrer Vaterländer auskosteten, um danach wieder in der Bürgerlichkeit Tritt zu fassen, ohne dass ihnen je ein beschauliches Bürgerdasein vergönnt gewesen wäre. Ihre Leidenschaft – das Schreiben – rettete sie vor der Verzweiflung und dem Verhungern, indem sie schlecht zahlenden Verlegern ständig unter Zeitdruck gewaltige Manuskriptberge ablieferten.

Sie faszinierten ein Lesepublikum, das erkannte: In diese Manuskripte ist das ganze Herzblut ihrer Verfasser geflossen. Zudem spielte das Fragen nach der Existenz und dem Lebenssinn stets eine wesentliche Rolle in ihren Werken. Literarische Mittel und Methoden unterscheiden sich bei May und Dostojewski freilich deutlich. Spannender ist Dostojewski, der sich nicht als Lehrer und Missionar verstand und nur ganz selten – etwa durch seinen Helden Aljoscha Karamasow – einen Predigtton anschlug.

Ein Querdenker reinsten Wassers

Wer in Dostojewskis Büchern nach Gott sucht, muss regelrechte Torturen auf sich nehmen und dabei den finsteren Abgründen der gepeinigten Menschenseele begegnen. Selbst edle Taten können in einer gefallenen Welt vergiftet sein. Ideologische Heilsbringer entlarvt Dostojewski, ohne ihnen jegliche menschliche Empathie zu verweigern.

Dostojewski war ein Querdenker, als der Begriff noch nicht gebräuchlich war und schon gar nicht politisch gekapert war. Als Verfasser großer belletristischer Werke kann man ihn für einen Riesen und Propheten halten. Umso erstaunlicher, wenn man als Leser seiner Biografie einem in mancher Situation und Phase regelrecht lebensuntüchtigen Menschen begegnet oder in seiner Korrespondenz erstaunlich kleinkrämerische Gedanken entdeckt.

Dostojewski am Ende ein Bekehrter?

Meine im Brendow Verlag gerade neu aufgelegte Dostojewski-Biografie trägt den Untertitel „Sträfling, Spieler, Seelenforscher“, der nur andeuten kann, welche dramatische Wendungen ein Leben bisweilen nahm. Man hätte ein Traktat über den „Bekehrten“ schreiben können, der im Straflager nur ein „Neues Testament“ als Lektüre und Trost zur Verfügung hatte und der danach ein „glühendes Jesus-Bekenntnis“ ablegt.

Auch was sich am Totenlager des 60-jährigen Familienvaters abspielte, böte Stoff für eine Hagiografie. Aber der Bewunderer Dostojewskis muss es aushalten, dass man über Dostojewskis Leben auch die Aussage stellen kann, dass „Gott in den Schwachen mächtig ist“.

*Der Verfasser lebt in der Schillerstadt Marbach und hat Romane, Biografien sowie ein Hörspiel veröffentlicht. Seine hier vorgestellte Dostojewski-Biografie kann hier direkt beim Brendow-Verlag bestellt werden, aber selbstverständlich auch auf diversen Handelsplattformen und im gut sotierten Buchhandel erworben werden.

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Verachtenswert: Wiener Dompfarrer hat kein Mitleid mit Ungeimpften!

(Michael van Laack) Dieser Mann steht stellvertretend für viele Kleriker im deutschsprachigen Raum. Solche Leute haben Mitleid mit Menschen, die an der polnischen Grenze bereit wären, Grenzbeamten den Schädel einzuschlagen, sie haben Mitleid mit Frauen, die von Lebensschützern „unter Druck gesetzt werden“, das heranwachsende Leben im eigenen Körper nicht zu töten. Sie haben Mitleid mit traumatisierten muslimischen Vergewaltigern und durch Homophobie zur Kinderschändung gewissermaßen gezwungenen Priestern in den eigenen Reihen.

Aber kein Mitleid haben sie mit Menschen, die sich nicht im sozialistischen Sinn des Begriffs solidarisch impfen lassen. Ihnen muss man als Christ mitleidlos begegnen. Sie muss man verstoßen. Sie sind die Dämonen der Moderne, die es aus der offenen Gesellschaft und der Gemeinschaft der Gläubigen wie auch Ungläubigen auszutreiben gilt.

Ich habe nur Verachtung für den Dompfarrer übrig

„Es ist ein geringeres Übel, diejenigen auszugrenzen, die sich noch nicht impfen haben lassen, als für die gesamte Bevölkerung einen Lockdown verordnen zu müssen„, sagt Dompfarrer Anton Faber. Für linksgrün versiffte als „alte Christus“ getarnte Individuen wie ihn ist Ausgrenzung im Allgemeinen ein NoGo. Zumindest solange der Staat nicht fordert, dass man ihm die Münze gibt, die ihm gehört oder auf die er zumindest anspruch erhebt.

Feinde des Christentums (Korangläubige), Ehebrecher, Vergewaltiger und Mörder darf man selbstverständlich nicht ausgrenzen. Ihnen hat man mit Respekt zu begegnen, muss ihrer Motivation nachspüren, ihr Tun und Lassen zwar nicht immer gutheißen, sie aber permanent der verzeihenden Liebe unseres Gottes versichern und vor allem den bösen Migrantophoben gegenüber Entschuldigungsgründe für ihr Tun vorbringen.

Nicht so bei Ungeimpften. Sie auszugrenzen ist Pflicht eines jeden Christen. Denn Hitler hatte schon ganz recht, als er und seine Nazis „Du bist nichts, Dein Volk ist alles!“ zur obersten Maxime erhob. „Wenn die [Ungeimpften völlig überzeugt sind, das nicht zu machen, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag warten wollen, dann müssen sich die im Lockdown mit Dingen beschäftigen, wo sie vielleicht ihre Gedanken noch einmal neu ordnen, vielleicht einen Schritt zurückgehen, neu überdenken und eine Alternative suchen.“

Sie widern mich an, Hochwürden!

Sehr gute Idee, Herr Dompfarrer! Wie wäre es mal mit einem Lockdown für Sie und die Ihren, in dem sie noch einmal überdenken können, was Ihnen Nächsten- und Feindesliebe außerhalb des politisch linken Spektrums und der Barmherzigkeitsreligion bedeuten? Ein Lockdown, der Ihnen die Zeit schenkt, in sich zu gehen, ob Gender-Mainstream und die FFF-Ideologie Teil der Lehre der Kirche werden sollen. Oder ob ihr Engagement gegen Abtreibung dem entspricht, was das Gebot „Du sollst nicht töten!“ von einem Seelsorger fordert.

In sich gehen, in der Frage, ob der LGBTI-Regenbogen wirklich ein die Freiheit des Christmenschen adäquat zu Ausdruck bringendes Symbol ist und die Zahl der homosexuellen Ephebophilen und Pädophilen sich deutlich verringern würden, wenn Homosexuelle legal die Priesterweihe empfangen oder sonst wie im kirchlichen Dienst im Bereich der Jugendarbeit tätig werden dürften.

Vieles hätte ich hier noch zu schreiben, doch mir fehlt der Wille und die Kraft dazu. Denn Menschen wie Sie, die im Namen Christi Ausgrenzung gutheißen, widern mich einfach nur noch an!

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Alle Jahre wieder kommt das Boosterkind…

(Michael van Laack) „…auf die Menschen nieder, die im Lockdown sind.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in Zukunft Lieder wie dieses anstimmen, ist recht groß. Dies wissen auch jene, die aktuell die Gesellschaft in Gute und Böse, Geimpfte und Ungeimpfte, Retter und Gefährder einstufen. Denn aktuell wird noch alle sechs Monate – später vielleicht einmal jährlich – eine Auffrischung benötigt, um den Status „Geimpft“ nicht zu verlieren und dadurch automatisch zahlreicher Freiheiten beraubt zu werden.

Sorry, Booster muss das selbstverständlich heißen. Denn der Begriff Auffrischungsimpfung könnte unerwünschte Assoziationen in Verbindung mit der Grippe hervorrufen.

Erschreckend niedrige Influenza-Impfquoten

Wer erinnert sich noch an die Zeit, an denen Menschen ab 65 die Grippeimpfung ans Herz gelegt wurde? Das ist schon zu lange her? Keineswegs, noch im Frühherbst 2019 gab es solche Kampagnen. Allerdings nur mit Blick auf ältere Menschen Denn jungen und mittelalten Meschen drohe keine Gefahr, da sie ein gutes Immunsystem hätten. Von Verantwortung der jungen Generation gegenüber den Älteren sprach in all den Jahren zuvor niemand.

Gefruchtet haben die Kampagnen in all den Jahren freilich nicht sonderlich viel. Bei den vulnerablen Gruppen (wie man heute so schön sagt, um intellektueller zu klingen) ab 65 Jahren lag in Deutschland die Impfquote 2018 mit 35 % im Mittelfeld der Industriestaaten. Frankreich und Italien bei über 50 % sowie die USA und GB um die 70 % waren deutlich impfwilliger.In der Grippesaison 2018/19 starben in Deutschland fast 30.000 Menschen an einer der Influenza-Varianten. Was neben der geringen Impfquote wohl auch daran liegt, dass RKI die Wirksamkeit von Influenza-Wirkstoffen mit 41 bis 63 % angibt.

Wie kann es sein, dass trotz langjähriger Forschung und beständiger Weiterentwicklung die Wirksamkeit der Influenza-Wirkstoffe so niedrig ist, während die Wirksamkeit der binnen weniger Monate aus dem Boden gestampften Covid-Impfstoffe irgendwo zwischen 70 und 80 % angelegt ist und das Boostern sogar 95 % verspricht?

Die Euphorie des Beginns

Auch nach der Entwicklung der ersten Influenzawirkstoffe glaubte man, die Krankheit ausrotten zu können, musste jedoch rasch erkennen, dass immer neue Mutationen alte Wirkstoffen weniger oder gar unwirksam werden ließen, deshalb die Auffrischungsimpfung. So weit so gut!

Nun aber stehen wir vor einer Lage, die vielen Angst macht, auch weil hinsichtlich der weltweiten Todesfälle Erinnerungen an die Spanische Grippe wach werden, die am Ende des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts mindestens 40 Millionen Menschen das Leben kostete. Es wäre die Pflicht von Politik und Medien, den Menschen ihre Ängste zu nehmen, ohne die Gefahrenlage zu verharmlosen. Was wir jedoch sehen ist gezielte Panikmache in den Medien, sich widersprechende Statements, keine einheitliche Strategie, Erzeugung von Gruppendruck, Schuldzuweisungen, Stigmatisierung!

Vorzuwerfen ist vielen Regierungen (doch rede ich hier primär von der deutschen), dass sie falsche Hoffnungen machen, hin und wieder auch die Wahrheit mäßig entstellen und wider besseres Wissen die Gesellschaft spalten. Denn jenen, die sich nicht impfen lassen wollen, wird der Vorwurf gemacht, den Tod Dritter billigend in Kauf zu nehmen, obwohl es doch ein Zaubermittel gäbe: Die Impfung!

Eine letzte große Anstrengung?

Nein, denn das Murmeltier wird nun jedes Jahr grüßen. Zunächst gar halbjährlich. Wer sich nicht boostern lässt, wird bald als ungeimpft gelten müssen, weil die Wirkung aller Impfstoffe rasch nachlässt. Alle paar Monate also werden wir in der Öffentlichkeit wieder über Geimpfte und Ungeimpfte reden und den Umgang mit Ihnen. Die Spaltung der Gesellschaft in Gute und Böse könnte zum Dauerzustand werden.

Zumal wir auch noch andere „Gut-und-Böse-Kriterien“ haben, die eine Spaltung der Gesellschaft in eine helle und eine dunkle Seite vorantreiben: Neben dem Gegensatzpärchen Geimpfte und Ungeimpfte haben wir noch Klimaretter und Klimaleugner, Asylfreund und Nazi, Gender-Fan und Homophober, staatstreuer abtreibungsfreundlicher Christ und frauenrechtsfeindlicher Katholiban.

Selbst wenn wir in den nächsten Wochen durch Druck (Lockdown für Ungeimpfte, 2G, Homeoffice usw. eine Impfquote von 95 % erreichen würden, hätten wir in sechs oder zwölf Monaten die exakt gleiche Debatte. Denn über Afrika und Asien erreichen uns in Zyklen neue Mutanten. Das wissen auch die Top-Virologen und -Epidemiologen und viele unserer Spitzenpolitiker.

Ewige Boosterquote? FFP2-Interwall? Freiheit nur für Willige?

Ihr Problem ist schlicht und einfach: Ohne Gesichtsverlust können sie nicht mehr zurück. Sie können sich nicht einfach vor die Kameras stellen und sagen: Leute, wir haben Euch über 20 Monate falsche Hoffnungen gemacht und eine Fehleinschätzung nach der anderen verkündet. Denn ein Schutz vor Corona wird wegen der Mutanten und nachlassender Wirkung der Impfung in Zukunft nicht effektiver sein wie bei einer Grippe.

Um des Erhalts sowohl der eigenen Macht als auch der Stabilität der bereits installierten aber noch nicht endgültig verankerten politischen Religion willen werden sie die Daumenschrauben weiter anziehen müssen und dürfen niemals zugeben, was selbst für die meisten wenig hellen Köpfe evident ist: Jedes Jahr werden wir im Herbst/Winter Impfdruck verkünden müssen, jedes Jahr werden wir Tausende Coronatote beklagen.

Alle Jahre wieder…

Jedes Jahr um diese Zeit werden sie den Bürgern Masken aufsetzen und Freiheitsrechte nur den Impfwilligen geben, um die angestrebte Boosterquote zu erzielen. Jedes Jahr – wie es diese schäbige Kampagne #allesindenArm auf Twitter fordert. Ab jetzt und für immer, denn Corona ist – wie jede de die Atemwege betreffende Viruserkrankung – unausrottbar. 

Alle Jahre wieder, kommt das Boosterkind, auf die Menschen nieder, die im Lockdown sind! Deshalb schon heute: Gesegnete Impfzeit und einen guten Rutsch in die Injektionsnadel!

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Verschwörungstheoretiker Kevin Kühnert: Booster-Impfung verändert das Geschlecht!

(Michael van Laack) Ein Sitz im Bundestag verändert augenscheinlich den Menschen sehr schnell. Denn Kevin Kühnert hat den „Mut zur Wahrheit“ endeckt und in einem Bildgleichnis klar gemacht, was ein gewisser veganer Spitzenkoch mit Migrationshintergrund und diverse Ufologen schon lange ahnten: Wer die dritte Impfung erhält, kann sich Zeit und Geld für eine Geschlechtsumwandlung sparen!

Danke für Deine Ehrlichkeit, die uns schon heute ermöglicht, den Tweet des Monats November zu küren, lieber Kevin. Denn doller wird es gewiss nicht mehr!

P.S. Den Tweet habe ich im Text verlinkt, weil der frischgebackene MdB hin und wieder ganz gern unbedachte Tweets löscht. Ein Bild hingegen ist „für die Ewigkeit“.

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Penny-Weihnachtsspot 2021: Ich wünsche mir, dass Du Deine Jugend zurückbekommst!

(Michael van Laack) Während andere Lebensmittelketten – wie z. B. EDEKA – Werbung für eine buntere Gesellschaft machen oder politisch korrekt demokratiefeindliche Smoothies aus den Regalen verbannt, ist Penny mit seinem Spot „Der Wunsch – Weihnachtswunder 2021“ einen ganz anderen Weg gegangen. Empathie mit der jungen Generation in Corona-Zeiten. Also etwas, dass die Mitglieder der Bundesregierung und der Ministerpräsidentenkonferenz googeln müssten, wenn sie in einem Interview gefragt würden, warum sie es nicht zeigen.

Es steht allerdings zu befürchten, dass dieser Spot bei der Zielgruppe 12 bis 17 nicht sonderlich gut ankommen wird. Denn zu massiv und redundant werden die jungen Menschen in den Schulen und durch den ÖRR indoktriniert. Man erklärt Ihnen, dass sie in der Pandemie Opfer zu bringen hätten, aber ganz sicher irgendwann einmal (nach dem sechsten Booster oder dem achten Lockdown) alles wieder gut würde.

Soziale Wesen werden zu solidarischen Wesen geformt

Dieses Opfer bringen sie scheinbar gern, denn ähnliches verlangt von ihnen ja auch die Klimabewegung. Unsere Kinder und Jugendlichen können sich also eine Welt ohne Einschränkungen und Rücksicht auf das Wohl und Wehe der Volksgemeinschaft oder gar der Menschheitsfamilie kaum mehr vorstellen.

Oder anders: Viele junge Menschen halten eine solche Welt nicht einmal mehr für erstrebenswert, weil sie – wie man allüberall lehrt – primär nicht mehr soziale, sondern solidarische Wesen sein müssten, um eine goldene Zukunft künftiger Generationen in einer Zeit, in der sie selbst schon Greise sein werden, zu sichern.

Ist dieses Modell erst einmal in der Mehrheit der Gehirne der jungen Generation verankert, lässt sich Gruppendruck auf Knopfdruck erzeugen. Die Kindersoldaten unserer Tage tragen keine echten Waffen mehr. Die Waffen, die ihnen an die Hand gegeben wurden, sind Dislikes und Shitstorm sowie das „Bewusstsein“, zu denen zu gehören, die zwar einsam, aber dafür „mehr“ – weil anständig und aufrecht – sind.

Wie auch immer! Ich kann mich hier nur Tom Bohn anschließen:

„Watch it!“ Schaut es Euch an! Und weint um Eure Kinder!

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Papst Franziskus: Nutzen wir Corona, um eine neue Weltordnung einzuführen!

(Michael van Laack) „Du bist nichts, Dein Volk ist alles!“ Dieser Ansicht aus den dunkelsten Tagen des 20. Jahrhunderts ist auch der Marxist auf dem Stuhl Petri. In einem Brief an die Teilnehmer des 4. Pariser Friedensforums, das vom 11. bis 13. November stattfindet, warnte Papst Franziskus vor einer Rückkehr zur Normalität nach der Covid-Pandemie. Die weltweite Viruserkrankung müsse vielmehr genutzt werden, um einen Systemchange zu vollziehen.

Corona sei als Chance zu begreifen, eine neue Weltordnung einzuführen auf dem Strukturfundament, dass die Zusammenarbeit in der Krise gelegt habe. Ein Rückfall in gesellschaftliche Prä-Covid-Denkmuster sei verheerend, erklärte der Mann, der ansonsten nur noch dann gern seine Autorität als „Heiliger Vater“ nutzt, wenn es darum geht, die Traditionen der eigenen Kirche zu bekämpfen oder die Feinde kirchlicher Lehren durch Schweigen und Untätigkeit seines Wohlwollens zu versichern.

Nationalismus und Individualismus müssen beseitigt werden

Beides stünde – so der argentinische Jesuit – einer besseren und gerechteren Welt entgegen. „Selbstgenügsamkeit, Nationalismus, Protektionismus, Individualismus und Abschottung“ würden einen Rückfall in alte soziale Strukturen bedeuten, die zu überwinden nun leichter möglich wäre, nachdem uns die Pandemie und der Klimawandel gelehrt hätten, dass wir nur dann Erfolg haben könnten, wenn wir uns als eine große Menschheitsfamilie zur Problembewältigung zusammentun. Deshalb weg mit Grenzen und Nationalismus. Jeder Staat müsse seine Interessen dem Interesse der ganzen Menschheit unterordnen.

Wer soll diese Interessen vertreten „Heiliger Vater“? Vielleicht eine neu zu schaffende Gerechtigkeitskommission unter Vorsitz einer rotgrünen Weltpartei?  Um den Nationalismus zu besiegen, bedürfe es aber auch der Aufgabe des Individualismus. Der Einzelne müsse seine Interessen dem jeweiligen Staatswesen unterordnen, in dem er lebt; und diese Staatsgebilde wiederum sich der „Menschheitsfamilie“.

Niemand ist Flüchtling oder Asylant

Wir sind eine Menschheitsfamilie. Deshalb muss jeder dort leben können, wo er möchte. Armut lasse sich nur durch Teilhabe am Wohlstand ermöglichen. In einer Familie unterstützen sich die Familienmitglieder bekanntlich auch optimal, oder? Deshalb – so der Pontifex Maximus – müsse auch Schluss sein mit Protektionismus. Jedes Unternehmen müsse überall auf Gottes schöner Erde seine Waren in den Mengen anbieten können, wie es ihm beliebt. Unternehmen und Staaten, die ein Interesse daran haben, zunächst einmal die Arbeitsplätze der eigenen Bürger zu sichern, schütten das soziale Gefälle nicht zu.

„Keiner kann sich allein retten!“, mahnt der Papst und nimmt mir damit die Illusion, dass Deutschlands Klimapolitik die Welt retten könne. Kann ich denn wenigstens durch mein individuelles Verhalten meine Seele allein retten? Oder geht das auch nur in Zusammenarbeit mit der ganzen Menschheitsfamilie?

Ganz wichtig ist dem Papst auch die Botschaft, dass Schwerter endlich zu Pflugscharen werden müssten. Schluss mit der Abschreckung durch Waffen. – Die westliche Welt kann da gewiss mit gutem Beispiel vorangehen, mein Papst. Wenn wir alle Waffen verschrotten, werden die Chinesen, Afrikaner und Russland es uns gewiss umgehend nachtun. Machen bei der Klimapolitik schließlich auch alle…

Energiekrise? Nicht in Franziskus‘ Welt!

Wir müssten halt nur alle unseren Lebensstil überdenken. Wenn wir unseren Wohlstand mit denen teilen, die ihn noch nicht haben, verbrauchen wir ja auch weniger. Die weltweiten Abhängigkeiten, die in der Pandemie sichtbar geworden sind, müssen nach der Vorstellung des Papstes jetzt genutzt werden, um sie in alle Lebensbereiche zu spiegeln und so immer enger miteinander zusammenzuwachsen.

Die Erkenntnis dieser Abhängigkeiten schaffe Hoffnung. Diese Hoffnung setze Energie frei (großartig, dann brauchen wir vielleicht doch keine neuen Windräder). Es sei an der Zeit, alle Strukturen zu hinterfragen, die bisher das Zusammenleben regelten. Klingt nach „Kein Stein darf mehr auf dem anderen bleiben!“.

Was mir im Schreiben des Papstes noch fehlte: Der Aufruf zu einem von der UNO einzuleitenden „Synodalen Weg der Menschheitsfamilie“ und am Schluss des Briefs „Mit sozialistischem Gruß!“ Ansonsten alles richtig gemacht! Marx und Lenin wären stolz auf Sie, „Heiligkeit“!

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Corona-Outing von Promis: Volkspädagogisch besonders wertvoll?

(Michael van Laack) Fast 40.000 Neuinfektionen binnen eines Tages, im Bundesschnitt eine 230er Inzidenz, in Bayern Werte zwischen 500 und 1100. Ist das der richtige Zeitpunkt, um einen Artikel über den erzieherischen Wert von Impfdurchbrüchen und milden Verläufen bei Prominenten zu schreiben? Ich glaube: Ja! Denn das Scheitern der Corona-Politik und das Versagen ihrer zentralen Akteure offenbart sich nirgendwo klarer als in den Versuchen, über medial gehypte Positivbeispiele die Impfbereitschaft zu erhören.

Outing kannten wir bisher eigentlich nur im LGBTQ-Bereich. Mittlerweile aber scheint es die Pflicht jeder auch nur halbwegs als Person des öffentlichen Lebens geltenden Figur, seinen Impfstatus zu outen.

Outing von Ungeimpften ist ein Höllenritt

„Ich bin ungeimpft! Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren!“ Für die Seite jener, die sich nicht gegen Covid-19 ff. impfen lassen wollen oder Impfungen gar grundsätzlich misstrauisch gegenüberstehen, sind solchen „Outings“ wertvoll. Denn sie sind selten. Zumeist outen sich prominente Ungeimpfte nicht, sondern werden geoutet. Wie z. B. neulich der Fußballer Joshua Kimmich. Gleich danach setzt in der Regel ein Shitstorm ein. Angeführt von Prominenz aus Politik, Sport Kirche und sonstiger „Kultur“.

Dennoch erhalten geoutete Ungeimpfte in ihrer Community schneller einen Heldenstatus als geoutete geimpfte Promis. Zum einen, weil sie seltener sind, zum anderen, weil Geimpften-Outings lediglich unspektakulär den Beweis für Konformität liefern. Der geoutete Ungeimpfte hingegen wird zu einem Volksschädling erklärt und irgendjemand fordert zumeist den jeweiligen Arbeitgeber zur Vertragskündigung auf, wie (unabhängig von der Frage des Impfstatus) mancher Schauspieler erfahren musste, der sich an #allesdichtmachen beteiligte.

Prominente haben ein positives Vorbild zu sein. Werbung dürfen sie nur für politisch korrekte Produkte machen; ihre Lieder, Filme, Show-Auftritte, Interviews oder gar Predigten sollten unabhängig von der Corona-Problematik keinerlei Kritik an den Regierenden enthalten. Es sei denn, sie beinhalten Forderungen nach einem sozialistischen System-Change. Denn dieser ist zwar aktuell noch nicht Regierungslinie, soll es aber bekanntlich bald werden.

Outing von Geimpften soll Impfmüde aufwecken

Jeder, der sich selbst für einen Promi hält oder aus welchen Gründen auch immer von den MSM als solcher betrachtet wird, hat in den vergangenen Monaten in Kameras oder Radiomikrofone den Satz gesprochen: „Ich bin geimpft. Und das ist auch gut so, meine Damen und Herren.“ Auch in den sozialen Netzwerken halten viele Politiker und andere Medienstars ihre Wähler und Fans seit Monaten über ihren Impfstatus auf dem Laufenden „So fühlte ich mich nach der ersten (zweiten) Impfung“, „Ich bin erleichtert und glücklich, denn durch einen kleinen Piecks bekomme ich mein Leben und meine Freiheit zurück.“, „Ich bleibe solidarisch und werde mir deshalb bald den Booster abholen!“.

Die solches schreiben (oder von ihren PR-Teams schreiben lassen), haben sich vermutlich tatsächlich aus Überzeugung impfen lassen, doch ihr Outing ist oft Kalkül. Das Streuen von Weihrauch in die Solidaritätsschale, um sich das Wohlwollen der eigenen Bubble zu sichern. Ganz gleich, ob man Politiker, Schauspieler oder Sänger ist. Die eigene Karriere kann nur in der Erfolgsspur bleiben, wenn man die Signale aussendet und jene Duftmarken setzt, die die Regierung und ihre Haus- und Hof-Journaille erwarten.

In diesen Tagen wichtig: Das Outing der geimpften Infizierten

Ganz egal ob der blauhaarige grünlackierte dunkelrote Rezo, Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Ministerpräsident Kretschmer, DFB-Spieler Niklas Süle oder andere. Sie alle outen sich oder lassen sich outen, wenn sie sich entweder mit Corona infiziert haben, obwohl sie mehrfach geimpft sind oder auch nur in Quarantäne müssen, weil das Virus bei Geimpften in ihrem Umfeld durchgebrochen ist. Und die Medien tragen auch gleich Sorge dafür, dass solche Impfdurchbrüche in den Medien möglichst breit bekannt und diskutiert werden. Bei Massenimpfdurchbrüchen in Krankenhäusern oder Senioreneinrichtungen ist das nicht so. Da wird lediglich regional oder gar nur lokal auf kleiner Flamme berichtet. Vor allem das Thema Tod nach Impfdurchbruch ist beinahe ein Tabuthema.

Warum aber legen so viele Promis und die Medien Wert darauf, dass die eigentlich negative Information einer Erkrankung an Corona trotz des Impfwunder-Piecks so breitgetreten wird? Weil sich Politik, Medien wie auch die Geouteten selbst von Berichten über die milden Verläufe eine positive Wirkung versprechen. Solche Nachrichten sind Teil der Strategie, Impfunwillige zu überzeugen.

Deutschland, schau auf diese Vorbilder!

Auf der einen Seite Berichte über hohe Inzidenzen und das Massensterben Ungeimpfter auf den Intensivstationen (die genau Zahl verstorbener Geimpfter wird nicht veröffentlicht); auf der anderen Seite die Botschaft: Ja, es stimmt, worauf die bösen faschistischen Querdenker, Coronaleugner und Impffeinde in diesen Tagen redundant hinweisen: Viele Menschen erkranken auch nach einer zweiten Impfung an Corona.

Doch schaut auf Eure so infizierten politischen Vorbilder, auf Eure Helden aus Film, Fernsehen und Sport. Schaut auf Euren aufrechten und anständigen klima- gender- und migrantenfreundlichen Kardinal Marx. Sie alle haben ihre staatsbürgerliche Pflicht getan. Sie alle haben sich solidarisch impfen lassen, sie alle sind dennoch erkrankt. Doch sie alle bekommen höchstens noch einen Schnupfen statt Atemproblemen. Denn sie sind geimpft! Drum lasst Euch auch impfen. Oder wollt ihr elend verrecken an dieser Krankheit und – wenn ihr noch nicht im Rentenalter seid – dem Staat dadurch auf die Zukunft hin Steuerausfälle in Milliardenhöhe bescheren?

All diese Outings sollen auch persönliches Mitleid gerieren, dass sich für den ein oder anderen Promi vielleicht sogar finanziell auszahlt. Bei Bloggern, in dem sich die Summe der „Zuwendungen“ an sie erhöht. Bei Politiker, die ihre Führungsstärke trotz Krankheit beweisen können; bei Schauspielern, Musikern und Sportlern, denen der Solidaritätsakt nicht vergessen wird, was ihren Marktwert steigert.

Durchseuchung oder Impflicht – Alles dazwischen ist Spaltung

Ich bin geimpft und genesen und werde mich vermutlich auch noch ein drittes Mal impfen lassen. Schon deshalb, weil ich immer wieder Kontakt zu alten und kranken Menschen in meiner Umgebung habe. Aus meiner Sicht gibt es nur zwei Möglichkeiten: Durchseuchung oder Impfpflicht, wenn eine dauerhafte Spaltung der Gesellschaft noch verhindert werden soll. Möglicherweise regelt die Natur die Durchseuchung in diesen Herbst- und Winterwochen selbst.

Die Entscheidung zur Impfung aber habe ich frei getroffen. Nach einer gründlich Güterabwägung und nicht, weil mir irgendein Hansel aus Politik oder TV als Vorbild dienend den Weg gewiesen hat. All diese Outings halte ich für unnütz, teilweise sogar schäbig. Schäbig deshalb, weil immer mehr Menschen ihre in anderen Bereichen gewonnene (oder ihnen verliehene) Prominenz nutzen, um in zutiefst die eigene Person betreffende Entscheidungen leitend einzugreifen. Das haben wir in Deutschland in den vergangenen 120 Jahren schon dreimal gesehen. Es hat nie ein gutes Ende genommen und wird das auch beim vierten Mal nicht tun. Große Zeiten…

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